Sehr geehrte Frau Bundeslandwirtschaftsministerin,
vielen Dank für Ihr Verbot der Genmais-Sorte MON 810 für die Anbausaison 2009. Jetzt müssen weitere Schritte folgen. Wir appellieren deshalb an Sie:
- Beziehen Sie weiterhin klar Stellung für das dauerhafte Verbot des kommerziellen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (Vorsorgeprinzip).
- Widerrufen Sie die Genehmigungen für Freisetzungsversuche gentechnisch veränderter Organismen in Deutschland. Insbesondere für Versuche mit Kartoffeln der Firma BASF, einschließlich der in Möttingen im bayerischen Landkreis Donauries, mit Pharmakartoffeln der Universität Rostock und mit herbizid- und insektenresistenten Maislinien der Firmen Monsanto und Pioneer.
- Wir wollen auch bei tierischen Lebensmitteln wissen, was wir essen und ob die Tiere gentechnisch verändertes Futter bekommen haben.
- Unterstützen Sie Unternehmen, vor allem der Molkerei- und Fleischbranche, das Kennzeichen „Ohne Gentechnik“ einzuführen.
- Setzen Sie sich im EU-Ministerrat für ein europaweites Moratorium des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen ein, solange Risiken nicht sicher ausgeschlossen werden können.
- Stimmen Sie bis dahin gegen weitere Zulassungen gentechnisch veränderter Pflanzen zum Anbau, als Lebensmittel- und als Futterpflanzen. Stimmen Sie insbesondere gegen die kommerzielle Zulassung der Maislinien Bt11 und 1507 und der Amflora-Industriekartoffel.
Wir wollen keine Gentechnik auf dem Teller oder im Tierfutter!