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Energie und Klima


Großdemo: Schluss jetzt mit der Atomkraft!

So nicht: Gegen den Willen der Mehrheit in der Bevölkerung will die Regierung die Laufzeiten der AKW verlängern. Bayern ist davon besonders betroffen. Wir halten dagegen: Der BN ruft zu einer Großdemo in München auf - für Sicherheit, Klimaschutz und erneuerbare Energien. Machen Sie mit, setzen Sie ein Zeichen! München, 9. Oktober 2010

Schluss jetzt mit der Atomkraft! Kommen Sie am 9. Oktober zur Großdemo in München – gegen längere AKW-Laufzeiten, für Sicherheit, Klimaschutz und erneuerbare Energien!

  • 13:00 Uhr: Treffen an den drei Sammelplätzen Königsplatz, Staatskanzlei und Prinzregentenplatz
  • 14:00 Uhr: Zehn Kilometer lange Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby in München 
  • 15:00 Uhr: Abschlussdemo auf dem Odeonsplatz
  • Anschließend spielen unter anderem die Biermösl Blosn, Haindling, Hans Söllner, Christoph Süß und Band

Aus ganz Bayern fahren Busse und Züge zur Demo nach München. Seien Sie dabei, setzen Sie ein Zeichen! München, 9. Oktober 2010

 

Längere AKW-Laufzeiten: größere Risiken, mehr Giftmüll

Die schwarz-gelbe Koalition hat eine Laufzeitverlängerung beschlossen, die dazu führen kann, dass deutsche Atomkraftwerke (AKW) bis 2050 laufen. Selbst die ältesten und störanfälligsten Schrottmeiler sollen acht Jahre länger laufen. Das würde längere Risiken, mehr giftigen Müll und eine Investitionsblockade bei den erneuerbaren Energien bedeuten.

Bayern mit seinen fünf Atomkraftwerken an drei Standorten ist von diesen die Gesundheit und das Leben gefährdenden Beschlüssen besonders betroffen. Das Werk Isar 1 bei Landshut zählt zu Deutschlands ältesten und problematischsten Atomkraftwerken. Es ist unter anderem besonders unsicher, weil seine Betonhülle nicht einmal dem Absturz eines normalen Verkehrsflugzeuges aushält. Darüber hinaus ist aber kein AKW gegen Terroranschläge aus der Luft vollständig geschützt.

„Die Beschlüsse zur Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sind ein trauriges Dokument für die Abhängigkeit dieser Bundesregierung von den Gewinninteressen einiger weniger Atomkonzerne zu Lasten zukunftsfähiger regionaler und mittelständischer Unternehmen im Energiebereich“, kritisiert Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Weiger wird bei der Großdemo in München am 9. Oktober als Hauptredner sprechen (s.u.)

Die Mehrheit der Bevölkerung und der Bundesländer ist gegen die Verlängerung des risikoreichen Atombetriebs. Der Widerstand zeigt bereits Wirkung: Die Bundesregierung ist mit ihren Atomplänen in der Defensive und uneins. Sie spürt den Druck, der von einer neu erstarkten Anti-Atom-Bewegung ausgeht und von einer breiten Mehrheit in der Gesellschaft getragen wird. Jetzt kommt es auf den gemeinsamen Protest an.

München - Hauptstadt der Atomlobby

München ist die Hauptstadt der Atomlobby. Hier sitzen die Zentralen von E.ON-Energie, Siemens und der CSU. Am 9. Oktober bilden wir deshalb in München eine Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby (CSU-Zentrale, EON, Siemens, Bayrisches Umweltministerium) und knüpfen ein symbolisches Band für Erneuerbare Energien, um klarzustellen: Die Energiewende ist möglich! Jetzt!


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