logo
BN IN BAYERN

Schwaben Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Mittelfranken Oberfranken Unterfranken
zu den Regionen

 home | BN vor Ort + Portrait | 1969 bis 1994

Die Geschichte des Bundes Naturschutz von 1969 bis 1994

1969
Hubert Weinzierl
, Diplom-Forstwirt und ehrenamtlicher Naturschutzbeauf-tragter der Regierung von Niederbayern, wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit ihm kommt die Wende vom unpolitischen und eher geselligen Verein zum naturschutzpolitischen Interessenverband. Zwischen 1971 und 1974 werden unter Leitung des neuen Landesgeschäftsführers Helmut Steininger in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns BN-Kreisgruppen gegründet.

1970
Der Bund Naturschutz eröffnet das Europäische Naturschutzjahr in Bayern im Auftrag der Staatsregierung. Am 6. Oktober öffnet der Nationalpark Bayerischer Wald , der erste in Deutschland, seine Pforten, maßgeblich initiiert vom Bund Naturschutz und seinem Vorsitzenden Hubert Weinzierl.

1972
Der BN warnt erstmals vor den Folgen der Luftverschmutzung für die Wälder in Bayern. Die Bayerische Naturschutzakademie wird gegründet, die der Freistaat 1974 per Gesetz übernimmt.
Der BN bestellt Dr. Hubert Weiger zum Beauftragten für Nordbayern und eröffnet in Stein bei Nürnberg eine Dependance.

1976
Am 10. Juli macht die deutsche Umweltbewegung einen wichtigen Schritt:
unter maßgeblicher Beteiligung des BN gründet sich im unterfränkischen Marktheidenfeld der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) , der zum führenden Naturschutzverein der Bundesrepublik wird.

1979
In Hof verabschiedet der BN das erste umfassende Grundsatzprogramm für alle Bereiche des Natur- und Umweltschutzes. Der Kernenergie erteilt er darin eine klare Absage.

1983
Der Bund Naturschutz in Bayern feiert in Ingolstadt sein 70jähriges Jubiläum und überschreitet die Marke von 50.000 Mitgliedern.

1984
Im Regental und im Steigerwald beginnt der BN mit der Auswilderung von Wildkatzen .

1989
Der Bund Naturschutz feiert das Ende der geplanten WAA in Wackersdorf. Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze ergreift der BN die Initiative für ein "Grünes Band" , um die Biotopkette auf dem frei gewordenen Grenzstreifen zu schützen.

1991
Das 100.000. Mitglied tritt dem Bund Naturschutz bei.
Der Volksentscheid für "Das bessere Müllkonzept" geht nur knapp verloren, erreicht aber ein neues bayerisches Abfallwirtschaftsgesetz.
In Mittelfranken stellt der BN erstmals ein Bioindikatoren-Programm für einen ganzen Regierungsbezirk vor, das als Frühwarnsystem ausgewählte Tier- und Pflanzenarten erfaßt.
Für das Grüne Band werden 1991 und 1992 in Unter- und Oberfranken die ersten 14 neuen Naturschutzgebiete entlang der Landesgrenze zu Thüringen ausgewiesen.

1992
Während der Rhein-Main-Donau-Kanal eingeweiht wird, ist der Auftakt zum Widerstand gegen den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen erfolgreich. In Deggendorf findet dazu der erste internationale Donaukongreß statt.

1993
Der Bund Naturschutz in Bayern feiert sein 80jähriges Jubiläum als Anwalt der Natur .
Vor allem gegen Straßenbauvorhaben wie die Autobahnen A 81 Schweinfurt - Erfurt, A 73 Lichtenfels - Erfurt, A 6 Amberg - Waidhaus, A 93 Regensburg - Rosenheim, A 94 München - Altötting und den Ausbau der A 9 Nürnberg - Berlin wächst der Widerstand in der Bevölkerung, ebenso gegen die ICE-Strecken München - Nürnberg und Nürnberg - Erfurt. Die landesweite Bürgeraktion "Das bessere Verkehrskonzept" wird gegründet.

1994
100.000 Unterschriften gegen die Kanalisierung der Donau tragen dazu bei, daß die Staatsregierung Professor Ogris beauftragt, flußbauliche Alternativen zu untersuchen. Das Murnauer Moos , Aushängeschild des bayerischen Naturschutzes, wird mit Bundesgeldern auf Dauer gesichert.
Die Truppenübungsplätze Hainberg (Landkreis Fürth) und Tennenlohe (Stadt Erlangen) werden Naturschutzgebiete.
Mit seiner Klage gegen die B 15 neu (Regensburg - Landshut) ist der BN erfolgreich: Der Europäische Gerichtshof stellt einen Verstoß gegen die EU-Richtlinie zur Umweltverträglichkeitsprüfung fest - ein Präzedenzfall für die gesamte Bundesrepublik.

 

Helfen Sie der Natur