1995 Der Volksentscheid über Bürgerbegehren auf kommunaler Ebene ist erfolgreich und bietet neue Chancen für den Natur- und Umweltschutz. Das Steinkohlekraftwerk Franken III bei Erlangen, gegen das der BN jahrelang gekämpft hat, ist endgültig gescheitert. Dagegen baut die Kreisgruppe Hof ein BN-eigenes Windkraftwerk auf, und der Landesverband startet seine bayernweite Solaraktion . In der Abfallpolitik kündigt sich mit sinkenden Restmüllmengen eine Trendwende weg von der Müllverbrennung an. Nachdem im bayerischen Landeshaushalt erstmals Gelder für Umweltstationen eingeplant sind, baut der BN fünf solche Stationen auf.
1996 Die Delegiertenversammlung des BN verabschiedet die Grundsatzposition "Zukunftsfähiges Bayern" für ein Wirtschaftsmodell im Einklang mit der Natur, basierend auf der von BUND und dem katholischen Hilfswerk Misereor in Auftrag gegebenen Studie "Zukunftsfähiges Deutschland". Der Landesverband bringt einen eigenen Entwurf für ein neues Bayerisches Naturschutzgesetz als Petition in den Landtag ein.
1997 Im März zieht die Landesgeschäftsstelle von München nach Regensburg um. Der Nationalpark Bayerischer Wald wird auf Initiative des BN auf das Doppelte seiner Fläche erweitert . Nach 30jähriger BN-Lobbyarbeit steht die Wildflußlandschaft an der Unteren Ilz unter Naturschutz . 260.000 Wahlberechtigte setzen sich mit ihrer Unterschrift für die Zulassung des Volksbegehrens "Gentechnikfrei aus Bayern" ein.
1998 Der Bund Naturschutz erreicht einen Stand von 165.000 Mitgliedern und Förderern. Seit dem 24. April ist er auch im Internet zu finden und damit weltweit erreichbar.
1999 Bei der Novellierung des Bayerischen Naturschutzgesetzes kann der BN erreichen, dass der Eigenwert der Natur jetzt gesetzlich verankert ist. 500.000 Menschen in Bayern unterstützen die Forderung des BN nach einer Kennzeichnung von gentechnikfreien Lebensmitteln: nach dem Volksbegehren ist Gen-Food out! |