Fürstenfeldbruck: Die Welt des Bibers kennenlernen
Im Landkreis Fürstenfeldbruck, der von der Amper und ihren Zuflüssen stark geprägt ist, siedelten sich zahlreiche Biber an. Wo es anfangs Probleme gab, freuen sich heute gerade Kinder über den pelzigen Nachbarn und wollen wissen, wie er lebt.
2003 kamen die Biber an die Starzel bei Alling. Bald traten Probleme mit Landwirten und Fischteichpächtern auf. Ein "grüner Tisch" mit Vertretern des Bundes Naturschutz, den Betroffenen sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Alling sorgte dafür, dass einige der größten Probleme gelöst werden konnten.
Seitdem verfolgt die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck ein mehrgleisiges Konzept aus Beratung, Umweltbildung und praktischen Maßnahmen vor Ort, um die Akzeptanz für den Biber zu fördern. Im Juli 2007 überreichte der BN-Vorsitzende Hubert Weiger Bürgermeister Frederik Röder die Bund Naturschutz-Patenschaftsurkunde für den Allinger Biber. Biber "Fredi" steht nun unter dem besonderen Schutz des Bürgermeisters.
Auch Eichenau ist mittlerweile Biberrevier. Die Ortsgruppe bemüht sich, mit Hilfe professioneller Biberführungen, Umweltbildung an Kindergärten und Schulen und Fortbildungsmaßnahmen für Lehrer ein Klima der Akzeptanz zu schaffen. Zudem stehen die Biberexpertinnen Anke Simon und Brigitte Thema von der Gemeinde bereit. Unterstützt werden die Maßnahmen von der Kreisgruppenvorsitzenden Christa Spangenberg.