Landshut: Baggern für den Biber
Der Biber trägt zum natürlichen Hochwasserschutz bei. Davon haben auch die Bewohner der Gemeinde Rottenburg profitiert. Durch die angelegten Dämme hielt der Biber das Augusthochwasser 2002 zurück und erntete dadurch Sympathie und Akzeptanz.
Obwohl ein Landwirt mit seinem Traktor in eine Biberröhre einbrach und trotz Vernässungen von Ackerflächen, einem Kirchengrundstück und einer Straßenböschung ist die Zuneigung für den Nager ungebrochen.
Entlang der Straße legten freiwilliger Helfer mit Gummistiefeln und Bagger auf Anregung des Ortsgruppenvorsitzenden Franz Gumplinger eine Umleitungsrinne mit Schutzdamm an (siehe Foto). Führungen entlang des Biberreviers durch von Gerhard Schwab ausgebildete Biberberater sollen zudem das Verhältnis zwischen Mensch und Biber stärken.
Kürzlich ist es gelungen, das angrenzende Waldgrundstück zu erwerben und an das Biberrevier anzugliedern. Im Rahmen des „Ökologischen Entwicklungskonzeptes Große Laaber“ ermöglichen Naturschutzbehörden, Wasserwirtschaftsamt und Kommunen über viele Hektar einen nachhaltigen Biberschutz.