In ganz Bayern im Einsatz: die BN-Biberberater Jens Schlüter und Gerhard Schwab.
Biberberater des Bundes Naturschutz
Eine erneute Vertreibung des Bibers aus Bayern konnten das BN-Bibermanagement und der Bayerische Naturschutzfonds bislang erfolgreich verhindern.
Kern des Bibermanagements sind die zwei hauptamtlichen Biberberater des Bundes Naturschutz und über 200 ehrenamtlichen Biberberater der Unteren Naturschutzbehörden, die ständig im ganzen Land unterwegs sind. So springen beispielsweise Gerhard Schwab und Jens Schlüter, die beiden hauptamtlichen Berater, bei Konflikfällen zwischen Mensch und Biber vor Ort mit konkreter Hilfe ein. Unter anderem:
Praktische Hilfe vor Ort
Die Biberberater helfen schnell und flexibel im Gelände. Die Spannbreite der Lösungen reicht vom Schutz wertvoller Gehölze durch Drahthosen bis hin zum Einbau von Gittern, um das Unterminieren von Wegen durch Biber zu verhindern. Als letztes Mittel fangen sie die Biber ein. Auch telefonisch stehen die Biberberater stets zur Verfügung.
Finanzielle Hilfe
Die Biberberater vermitteln geschädigten Landwirten im direkten Gespräch für den konkreten Fall passende staatliche Förderprogramme. In besonderen Härtefällen initiieren sie Ausgleichszahlungen durch einen staatlichen Ausgleichsfonds. Der finanzielle Verlust der Landwirtes wird aus dem Fonds, der jährlich 250.000 Euro beinhaltet, beglichen. Verwaltet wird der Fonds von den Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern.
Pacht und Ankauf
Die Biberberater organisieren für den Bund Naturschutz Pacht und Ankauf von Grundstücken entlang von Gewässern, um vom Menschen ungenutzte Pufferzonen zu schaffen: eine Heimat für den Biber - und zudem ein Puffer vor Wasserverschmutzungen und bei Hochwasser.