Biber: Kurzportrait
Lernen Sie "Meister Bockert", wie der Biber auch genannt wird, kennen.
Größe
Biber werden bis zu 140 cm lang, davon entfallen 30 cm auf den abgeflachten, beschuppten Schwanz. Sie sind die größten Nagetiere in Europa und die zweitgrößten weltweit - nach dem Südamerikanischen Wasserschwein.
Gewicht
Mit einem Gewicht von 30 bis 40 Kilogramm kann ein Biber schwerer als ein Reh werden.
Alter
Biber werden durchschnittlich 10 Jahre, ausnahmsweise bis zu 25 Jahre alt.
Lebensraum
Biber lieben gewässerreiche Landschaften und naturnahe Flussabschnitte. Als sehr anpassungsfähige Tiere können sie auch Gräben oder Fischteiche besiedeln, selbst in unmittelbarer Siedlungsnähe. In guten Revieren reichen zwei Kilometer Uferlänge für eine Biberfamilie. Die Grenzen werden leidenschaftlich gegen fremde Artgenossen verteidigt.
Lebensweise
Eine Biberfamilie besteht aus Elternpaar und zwei Generationen von Jungtieren. Biber-Eheleute bleiben sich ein Leben lang treu. Die Jungtiere bleiben zwei Jahre lang im elterlichen Revier und lernen fürs Leben: Pflanzenkunde, Holzbearbeitung, Wasserbau, Hochbau, Orientierung, Gewässerkunde, Haus- und Vorratswirtschaft und Revierverteidigung stehen auf dem Lehrplan. Der Biber ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Nahrung
Biber sind reine Vegetarier. Sie fressen im Sommer vor allem Kräuter, Gräser und Wasserpflanzen, im Winter Rinden und Zweige weicher Hölzer wie Pappeln oder Weiden.
Besonderheiten
Biber halten keinen Winterschlaf. Das dichte Haarkleid schützt sie vor Kälte. An manchen Stellen des Bauches wachsen pro Quadratzentimeter über 20.000 Haare. Zum Vergleich: unsere Kopfhaut bringt es auf 300 Haare pro Quadratzentimeter. Ihre Zähne sind der Traum jedes Heimwerkers: selbst schärfende, ständig nachwachsende Werkzeuge mit einer ungeheuren Bißkraft.
Biberburg
Ein Bau aus Holz und Erde. Im geräumigen Wohnkessel finden die Biber Schutz und Ruhe; auch ihre Kinder kommen hier zur Welt. Es gibt unterschiedliche Typen von Biberburgen: Erdbauten, Mittelbauten, Hochbauten mit mehr oder weniger Holz. Die Holzdecken isloieren die Biber im Winter mit Lehm, den sie im Sommer wieder abtragen: flexible Wärmedämmung - soweit sind wir Menschen noch nicht.