Staustufen sind nicht ausgleichbar !
Staustufen greifen fundamental und irreversibel in die ökologischen Standortbedingungen von Fluss und Aue ein. Dennoch wird von Staustufenbefürwortern vielfach behauptet, dass die negativen Veränderungen der Natur durch sogenannte Ausgleichsmaßnahmen kompensierbar wären. Beispielsweise preist die RMD die Donau im Bereich der Staustufe Straubing als intakte Natur.
Dass dem keineswegs so ist und dass derartige Darstellungen falsch sind, zeigt ein neues Gutachten des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN)
Das umfangreiche Gutachten beschreibt detailliert die Folgen des Staustufenbaus an der Donau anhand von Nachuntersuchungen an bereits realisierten Staustufen. Es wird nachgewiesen, dass deren Auswirkungen auch durch aufwändige Ausgleichsmaßnahmen bei weitem nicht kompensiert werden können.
Dieses Ergebnis hat auch Folgen für die vom Freistaat Bayern angestrebte Verbauung der Donau mit einer weiteren Staustufe bei Aicha: In der landesplanerischen Beurteilung der Ausbauvarianten für die Strecke Straubing-Vilshofen hat die Regierung von Niederbayern die Realisierbarkeit einer Staustufe bei Aicha davon abhängig gemacht, dass ein vollständiger Ausgleich tatsächlich erreicht werden kann. Dass dies nicht möglich ist, hatten schon im Raumordnungsverfahren alle Fachbehörden und -verbände in ihren Stellungnahmen festgestellt – die nunmehr vorliegende Studie beweist diese Einschätzung anhand harter Fakten. Damit ist die Variante C/C2,80 nicht mehr genehmigungsfähig.
Kurzfassung der Studie zum download
Langfassung der Studie zum download (3,7 MB)
Pressemitteilung des Bund Naturschutz:
|