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Atomkraft - nein danke

Foto: Carl Montgomery


25 Jahre Tschernobyl: Menschen, Orte, Solidarität 

Von 14. bis 29. Mai zeigt der Bund Naturschutz in München eine Ausstellung zum Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich dieses jahr zum 25. Mal jährt. Eine Foto- und eine Sachausstellung zeigen den Ablauf der Havarie und das Schicksal der Menschen.

Gemeinsam zeigen Renovabis, BN und Tschernobyl-Kinderhilfe vom 14. bis zum 29. Mai im nördlichen Flügelbahnhof des Münchner Hauptbahnhofs die Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl. Menschen – Orte – Solidarität“. Für Schulklassen werden Führungen und nach Absprache Zeitzeugengespräche angeboten, denn Jugendliche sollen für die Lehren aus dem bisher größten Reaktorunglück sensibilisiert werden.

Die Schau, die vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk konzipiert wurde, besteht aus einer Fotoausstellung von Rüdiger Lubricht sowie einer Sachausstellung mit interaktiven und multimedialen Elementen: Mithilfe von Ton- und Textdokumenten wird ein Überblick über den Ablauf der Havarie gegeben. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Schicksal der betroffenen Menschen. Mehr als 600.000 Liquidatoren waren an der Eindämmung der Katastrophe und den Aufräumarbeiten beteiligt. Dokumentiert werden sowohl die Schicksale dieser Helfer als auch der Umsiedler sowie der Menschen, die bis heute in den verstrahlten Gebieten leben. Vorgestellt werden außerdem die internationale Solidaritätsbewegung nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sowie die damit verbundene Tätigkeit zahlreicher Initiativen.

Solidarität ist weiterhin erforderlich, denn Langzeitfolgen zeigen sich seit Jahren: In Folge der radioaktiven Dauerbelastung nehmen Krebserkrankungen und Fehlbildungen besonders bei Kindern weiterhin zu. Die Tschernobyl-Kinderhilfe unterstützt die Behandlung dieser Strahlenopfer der zweiten Generation. Renovabis ermöglichte bisher ca. 2500 Kindern aus den besonders verstrahlten Gebieten Erholungsaufenthalte in den Karpaten. Für das katholische Osteuropahilfswerk ist die Ausstellung ein besonderer Akzent im Rahmen seines Jahresthemas „Gottes Schöpfung: uns anvertraut!“.


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