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Bayerns Bauern wollen keine Gentechnik

Der Widerstand auch unter den Landwirten, Imkern und Lebensmittelverarbeitern gegen ein Aufweichen des Gentechnikgesetzes wächst. Zahlen zu den Anbauflächen aus den Jahren 2005 und 2006 belegen dies. Der Bund Naturschutz unterstützt den Widerstand und fordert die Politik auf, die Bedenken von Bürgern und Landwirten gegen die Gentechnik ernst zu nehmen.

Bayern und Bundesminister Seehofer planen, den Anbau genmanipulierter Pflanzen zu erleichtern.
Teil des Gesetzesvorhabens ist es, die Haftungsregelung aufzuweichen: Verunreinigt ein Landwirt, der gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, damit die nicht genmanipulierten Pflanzen eines Nachbarfeldes, so haftet bisher der Verursacher. Dies soll sich mit dem neuen Gesetz ändern. Die Zahl der Landwirte, die genetisch veränderte Pflanzen anbauen, könnte sich dadurch deutlich erhöhen. Eine Kontamination konventionell oder biologisch bewirtschafteter Felder wäre kaum mehr zu verhindern – das Aus gerade für den Ökolandbau und die Bio-Lebensmittel.

Bedenken der Bauern gegen Gentechnik
Die Verbraucher lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel mehrheitlich ab. Bürger und Handel setzen daher auf gentechnikfreie Produkte. Viele Bauern betrachten die bisherige Gentechnikfreiheit der kommerziellen Landwirtschaft in Bayern deshalb als Standortvorteil.
Durch ein Aufweichen des Gentechnikgesetztes wäre dieser Vorteil stark gefährdet. Schon jetzt setzt der Anbau von genetisch veränderten Organismen (GVO) auf staatlichen Versuchsflächen den Standortvorteil Bayerns aufs Spiel.
Der Bund Naturschutz fordert die bayerische Staatsregierung auf, diese Bedenken der Landwirte ernst zu nehmen. Dass Bayerns Landwirte keine GVO wollen, belegen auch die Zahlen:

GVO-Flächen in Bayern minimal
Für die Frühjahrsaussaat 2007 wurden im öffentlich zugänglichen Standortregister www.bvl.bund.de bundesweit 2.685,35 Hektar Anbaufläche für gentechnisch veränderten Mais angemeldet. Nur 5,93 Hektar davon liegen in Bayern, 2.653,82 Hektar in den neuen Bundesländern. 
In den neuen Bundesländern unterstützt der BN-Landesverband gemeinsam mit dem BUND und Stiftungen das Projekt: Gentechnikwiderstand in Ostdeutschland. Mit 30 weiteren Verbänden kämpft der BN für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel www.buendnis-bayern-gentechnikfreie-natur-und-landwirtschaft.de. Dort finden Sie auch die aktuellen Termine von Vortragsveranstaltungen und Aktionen.

BN macht Druck auf Politik
Der Bund Naturschutz unterstützt den Willen der Bevölkerungsmehrheit nach gentechnikfreien Lebensmitteln ebenso wie den Wunsch der meisten Bauern, gentechnikfrei zu wirtschaften. Hände weg von unserem Essen!
Ob Sie auch in Zukunft gentechnikfreies Essen auf ihren Teller bekommen und gentechnikfreie Landschaft genießen können - es liegt in Ihrer Hand. Treten Sie ein für eine gentechnikfreie Zukunft. Kommen Sie zu einer der Großkundgebungen!

Mehr Info
Jetzt Gentechnikfreiheit sichern
Fakten und Hintergründe zur Gentechnik
www.keine-gentechnik.de
www.gentechnikfreie-regionen.de

 

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