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Transrapid

Transrapider Wahnsinn

Das Prestigeobjekt Transrapid geht beileibe nicht nur Südbayern an: Über 2000 Millionen Euro an Steuergeldern sollen nach letzten Schätzungen für das Prestigeobjekt ausgeben werden.

Ministerpräsident Beckstein will davon 490 Millionen Euro aus der bayerischen Staatskasse übernehmen – Geld, das auch in Nordbayern fehlen würde, beispielsweise für die S- und Regionalbahnnetze Nürnbergs oder die Würzburger Stadtbahn. „Das Volksbegehren ist eine Notwehraktion, mit der alle Bürger Bayerns die Chance haben, den unsinnigen Transrapid zu stoppen. Wir brauchen Geld für den modernen Ausbau der Schiene in ganz Bayern und kein Zwei-Milliarden-Prestigeprojekt für wenige Minuten Zeiteinsparung in München“, kritisiert der BN-Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger.

 

Lärm und Naturzerstörung: Der Transrapid würde mit
350 Sachen durch Münchner Wohngebiete und
quer durch die geschützten Isarauen brettern.


Enorm teuer

  • Der Transrapid kostet den Steuerzahler über zwei Milliarden Euro – nur um in München 37 Kilometer vom Hauptbahnhof zum Flughafen zu fahren.
  • Skandalös ist, dass von Seiten der bayerischen Staatsregierung und der CSU-Landtagsfraktion die Finanzierung des Projekts schöngerechnet wird. Regierung und Fraktion gehen von dem veralteten Planungsstand aus dem Jahre 2004 mit geschätzten Kosten von 1,85 Milliarden Euro aus. Die tatsächlichen Kosten liegen nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums aber bei über 2,3 Milliarden Euro.

 

Nützt fast niemandem

  • Der Transrapid würde auf seiner Fahrt keine Zwischenstopps einlegen.
  • Er würde also nur einer geringen Personenzahl nützen. Die vom Bau betroffene Region bliebe außen vor.

 

 Zerstört Stadt und Land

  • Der Transrapid fährt auf massiven Hochstelzen aus Beton. Der Norden Münchens würde entwertet, ebenso wie das Umland, darunter die unter Schutz stehenden Isarauen.
  • Der Transrapid ist bei 430 km/h lauter als ein ICE bei 300 km/h oder eine S-Bahn bei 100 km/h. Selbst bei ´200 km/h ist der Transrapid immer noch um 60 Prozent lauter als der normale Straßenlärm.

 

 Killt das Klima

  • Der Transrapid verschlingt für seinen Betrieb Unmengen an Energie. Er braucht etwa dreimal so viel wie eine Express-S-Bahn.
  • Das ist in Zeiten des Klimawandels nicht mehr zu verantworten.

 

Hat keine Marktchancen

  • Weltweit hat sich der Hochgeschwindigkeitsverkehr in Rad-Schiene-Technik durchgesetzt. Der Transrapid ist mit den weltweit üblichen Schienennetzen nicht kompatibel.
  • Die Kosten für die notwendigen Trassen sind enorm hoch. Wer will einen Zug, dessen Bau vielleicht bei einer Strecke ab 300 Kilometer sinnvoll ist, dann aber bereits 200 Milliarden Euro kosten würde?
  • Mit seiner jahrzehntealten und völlig überteuerten Technik findet der Transrapid deshalb trotz der Strecke in Shanghai weltweit keinen Markt.

 

Verhindert wichtigere Projekte

  • Verkehrsprojekte in ganz Bayern würden zugunsten des Transrapids aufs Abstellgleis geschoben.
  • Davon betroffen wären beispielsweise
    - zahlreiche Projekte des Nahverkehrs in der Region München
    - Stadtbahnkonzepte in Regensburg, Erlangen oder Rosenheim
    - die Staudenbahn in Schwaben
    - die Ilztalbahn im Bayerischen Wald
    - viele noch nicht elektrifizierte Strecken in der Region Nürnberg
    - eine Schienenanbindung der 23.000-Einwohner-Stadt Herzogenaurach
    - eine Verbesserung der Strecke München - Bodensee - Schweiz
    - eine Verbesserung der Strecke Donau - Moldau
    - der Ausbau der Strecke München - Mühldorf - Österreich

 

 Es gibt bessere Alternativen

  • Anstelle des Transrapids könnte eine schnelle Express-S-Bahn mit Zwischenstopps auf der Strecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen verkehren.
  • Die Kosten für die Express-S-Bahn lägen über eine Milliarde Euro niedriger.
  • Entegen wiederholter Behauptungen ist die Verwendung von Geldern aus dem Transrapid-Topf für sinnvollere Projekte sehr wohl möglich - wie zum Beispiel die Entnahme von 0,5 Milliarden Euro für den Ausbau der ICE-Strecke Berlin - Hamburg beweisen.

 

Hintergrundinfos

High-Tech-Hoffnung_oder_Steuerverschwendung.pdf

502 K

Grundlagen__Weltmarktchancen__Auswirkungen.pdf

463 K

 

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