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Verkehr


Kein Maximalausbau der A 8: vier plus zwei sind genug

Der Bund Naturschutz und Bürgerinitiative „Ausbau A8 – Bürger setzen Grenzen!“ demonstrierten Anfang März in Übersee am Chiemsee für einen maßvollen Ausbau der A8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze. Im Beisein von rund 120  Bürgern wurden über 5000 Unterschriften an Bundesverkehrsminister Ramsauer überreicht.

Am 1. März fand in Übersee (Lkr. Traunstein) eine Sitzung der übergreifenden Lenkungsgruppe zum A8-Ausbau statt, bei der sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer über den Stand der Planungen informierte. Bereits bei ihrem Eintreffen wurden die Teilnehmer lautstark mit Sprechchören „Vier plus zwei das reicht“ begrüßt.
Als der Minister die Veranstaltung verließ, konnten ihm Vertreter des BN und der BI die Unterschriftenlisten sowie eine entsprechende Resolution überreichen und in einem kurzen Gespräch ihre Position darlegen.

Im Bild: der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner und die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Beate Rutkowski.

Der Landesbeauftragte des BN, Richard Mergner, forderte den Minister auf, dass seinen Appellen im Wahlkampf zur Bewahrung der Heimat nun auch bei der A8 Taten folgen müssen. Er kritisierte, dass die betroffenen Gemeinden der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land letztendlich mit Versprechungen für mehr Lärmschutz geködert wurden und bisher keine wirklich ernsthafte Prüfung einer maßvollen Lösung zur Verbesserung dieses Autobahnabschnitts erfolgte.

Die A8 im Chiemgau und Rupertiwinkel soll sechs Fahrstreifen und zwei Standstreifen erhalten. Die herrliche Voralpenlandschaft würde dadurch dauerhaft verschandelt und verlärmt. Der BN, zahlreiche andere Organisationen und viele Bürgerinnen und Bürger fordern stattdessen nur den Anbau von Standstreifen zur Erhöhung der Sicherheit, ein generelles Tempolimit und aktiven, optimalen Lärmschutz. Der bereits vor Jahren ausgebaute Abschnitt der A 8 südlich des Chiemsees, mit 4 Fahrstreifen und Standspuren, wird auch künftig so bleiben. Er muss das Leitbild für die Gesamtstrecke der A 8-Ost sein!

Als symbolisches Präsent erhielt der Minister auch noch ein kleines Terrarium mit einem Stückchen Wiese aus dem Chiemgau und einer entsprechenden Beschilderung. „Das soll Sie in Ihrem Berliner Büro immer an Ihre Heimat erinnern und den massiven Flächenverbrauch, den der Maximalausbau kosten würde. Und bitte das Gießen nicht vergessen“, sagte Ernst Böckler, der Vorsitzende der Kreisgruppe Rosenheim.


Mehr Info

 

Für Rückfragen

Kurt Schmid
Regionalreferent
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 089 / 54 82 98 63
kurt.schmid(at)bund-naturschutz.de

 

 

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