5000 Stimmen für das Isental
Unter dem Motto "Stimmen für das Isental" demonstrierten sie am 23. Mai bei Dorfen für das Isental und gegen die A94: Rund 5000 Bürger, die Biermösl Blosn, Gerhard Polt, die Wellküren und viele andere Künstler.
Die Künstler waren sich einig, dass Bayern mehr sei als CSU, Landesbank und Autolobby. Bayern ist für viele Bürger vor allem Heimat, die es zu schützen gilt. Heiner Müller-Ermann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94, betonte in seiner Rede, dass der Gerichtsenscheid für den Bau des ersten Teilabschnitts der Autobahn zwischen Pastetten und Forstinning zwar ein schwerer Schlag sei. Wer die Natur im Isental sehe und wisse, dass es umweltschonendere und kostengünstigere Alternativen gebe, „der kann nicht aufgeben, der muss weitermachen“.
Seit Jahren bestätigen amtliche Gutachten, dass der Verkehr vernünftiger und kostengünstiger über eine andere Trasse entlang der bereits bestehenden Bundesstraße 12 geführt werden sollte. Die politisch Verantwortlichen ignorieren dies jedoch. Ein gutes Stück Demokratie sei da den Bach runter gegangen, kritisiert Müller-Ermann. Auch deshalb dürfe man nicht klein beigeben. Der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A94 appellierte an die 5000 Demonstranten: „Wer verhindern will, dass uns unsere Enkel einmal verfluchen, der muss handeln. Denkt an die Stimmen für das Isental.“ Es sei an der Zeit, den Politikern bei Wahlen mit den Stimmen eine Quittung zu erteilen „In der Wahlkabine sieht Euch keiner, höchstens der liebe Gott, und der will bestimmt nicht, dass Ihr die wählt, die seine Schöpfung zerstören.“
Sebastian Schönauer, stellvertretender BN-Vorsitzender, unterstrich, dass der Autobahnbau auf der Trasse Dorfen neben unersetzlicher Natur auch Lebens-, Kultur und Erholungsraum bedrohe. Währenddessen versuchten viele Politiker den Bürgern weis zu machen, dass Fortschritt im Vorrang für Autobahnbau, 60-Tonnen-LKWs, Gentechnik und gänzlich industrialisierte Landwirtschaft bestehe. Er schloss mit dem Aufruf: "Kämpfen wir um unsere Heimat! Das Isental muss leben!"
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