Der Ameisenbuntkäfer (Thanasimus formicarius)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Buntkäfer (Cleridae)
Gattung: Thanasimus
Körperbau und Merkmale
Schon der deutsche wie auch lateinische Name lassen erkennen, dass der Ameisenbuntkäfer durch sein Aussehen und die Größe von sieben bis zehn Millimetern an eine große Ameise erinnert (lat. formica - Ameise). Weitere Ähnlichkeiten bestehen jedoch nicht zwischen diesen beiden Arten.
Der Ameisenbuntkäfer ist rotbraun und schwarz gefärbt und trägt zwei weiße gezackte Binden auf den Flügeldecken (Elytren). Sein Halsschild ist rot, die Beine mit kräftigen, abstehenden Borsten besetzt.
Verbreitung und Lebensraum
Er ist ein weit verbreiteter Käfer, doch findet man ihn überwiegend in Nadelwäldern. Ursprünglich in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet, wurde er als Fraßfeind (Prädator) der Borkenkäfer auch in Nordamerika angesiedelt.
Lebensweise und Ernährung
Nicht nur die adulten (erwachsenen) Tiere, sondern auch ihre Larven ernähren sich vorwiegend von Borkenkäfern und deren Larven. So sind sie wichtige Nützlinge in der Forstwirtschaft und dienen dem biologischen Waldschutz.
Obwohl sie im Laufe ihres drei- bis viermonatigen Lebens durchschnittlich drei bis fünf erwachsene Borkenkäfer pro Tag fressen, sind die Ameisenbuntkäfer jedoch aufgrund ihres unregelmäßigen Auftretens nicht in der Lage, einen Massenbefall durch die Schädlinge zu verhindern.
Fortpflanzung
Die Weibchen der Ameisenbuntkäfer legen zwischen März und Mai 20-30 Eier unter die Rindenschuppen von Nadelbäumen. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven. Anfangs sind sie Detritusfresser, das heißt, sie ernähren sich von totem, organischen Material. Später vertilgen sie vor allem Eier, Larven und Puppen der Borkenkäfer. Nach ca. sechs Wochen verpuppen sich die Larven des Ameisenbuntkäfers gut geschützt unter der Borke. Dies ist die bevorzugte Überwinterungsform, es kommen allerdings auch Larve oder Imago (erwachsenes, geschlechtsreifes Insekt) vor.
Wissenswertes
· Da sich der Ameisenbuntkäfer an den Pheromonen (Duftstoffen mit Signalwirkung) seiner Beutetiere orientiert, findet man ihn sehr häufig in den für die Borkenkäfer aufgestellten Duftstofffallen.
Quellen
Steinbachs Naturführer, 2003, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co.
Top Guide Natur, 2002, BLV Verlagsgesellschaft mbH
www.wikipedia.de
www.insektenbox.de