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Bienenfresser

Der Bienenfresser (Merops apiaster)

 

Klasse: Vögel (Aves)

Ordnung: Rackenvögel (Coraciiformes)

Familie: Bienenfresser (Meropidae)

Gattung: Merops

 

 

Körperbau und Merkmale

Die etwa amselgroßen, jedoch deutlich schlankeren, Bienenfresser zählen zu den am buntesten gefärbten Vögeln Europas. Kaum kann man sie verwechseln: Oberkopf und Rücken der Altvögel sind kräftig kastanienbraun, zum Bürzel hin gelb. Bauch- und Brustbereich leuchten in auffälligem türkis. Über dem gelben Kinn tragen die Vögel einen schwarzen Augenstreif. Ihr dunkler Schnabel ist relativ lang und leicht gebogen. Im Vergleich zu den Jungvögeln, die insgesamt deutlich blasser gefärbt sind, tragen die Altvögel eine verlängerte mittlere Schwanzfeder.

 

Verbreitung und Lebensraum, Gefährdung

Die Bienenfresser sind bei uns auf dem Vormarsch. Der ursprünglich im südwestlichen Europa bis Vorderasien, sowie im nordwestlichen Afrika vorkommende Vogel ist heute bereits in Dänemark zu entdecken.

In Deutschland galt der Bienenfresser lange Zeit als beinahe ausgestorben. Heute wird er als seltene Art mit geografischer Restriktion (Rote Liste "R") betrachtet, in Bayern ist er nach wie vor stark gefährdet (Rote Liste "2"). Die Wärme liebenden Tiere zählen allerdings zu den Arten, die vom Klimawandel profitieren werden. So wurden seit einigen Jahren wieder brütende Paare u. a. am Kaiserstuhl, im Schwarzwald, im Saaletal und in Bayern gefunden.

Offene, reich strukturierte, sandige Gebiete in warmen Lagen sind bevorzugte Lebensräume. Oft sind die Vögel in der Nähe von Gewässern zu finden. Baumgruppen dienen als Schlafplatz, freie Äste und Leitungsdrähte als Sitzwarten.

Besonders der Mangel an Nistgelegenheiten (z.B. in naturnahen Lösswänden und Abbruchkanten) erschweren sein Überleben in unseren Breiten. Intensive Landwirtschaft verringert den Insektenreichtum in Wiesen- und Weidegebieten und somit die Nahrungsvielfalt der bunten Vögel.

Bienenfresser sind rechtlich streng geschützt durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

 

Fortpflanzung

Die kolonieweise brütenden Bienenfresser bevorzugen sandig lehmige Steilhänge von Flüssen, Seen oder Teichen. Aber auch in Gehölzen finden sie gelegentlich Nistplätze.

Etwa einen Meter lang und vier bis fünf Zentimeter im Durchmesser sind die Brutröhren, die die Vögel in die Steilwände graben. An ihren Enden befinden sich Brutkammern mit den Eiern. Die Brutzeit, an der sich beide Elternpaare beteiligen, beginnt etwa Mitte Mai. Nach drei Wochen schlüpfen fünf bis sieben Junge. 20 bis 30 Tage werden die Jungvögel von den Eltern im Nest mit Nahrung versorgt.

 

Nahrung

Hauptnahrung der Bienenfresser sind Hautflügler wie Bienen und Wespen. Aber auch Libellen Schmetterlinge, Heuschrecken und Käfer werden verzehrt. Die Vögel jagen oft in Gruppen und erbeuten dabei ihre Nahrung im Flug. Mit Giftstacheln bewehrten Insekten schlägt der Vogel mit seinem Schnabel kräftig auf eine harte Unterlage und knetet sie ordentlich durch. So wird er nicht gestochen und entgiftet dabei den Stachelapparat seiner Beute.

 

 

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/

http://www.natur-lexikon.com

Steinbachs Naturführer „Landvögel“. Ulmer Verlag 2001

 

 

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