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Blauschillernder Feuerfalter

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)                       

 

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Familie: Bläulinge (Lycaenidae)

Gattung: Lycaena

 

Körperbau und Merkmale

Mit bis zu 14 Millimetern Vorderflügellänge gehört der Blauschillernde Feuerfalter zu den kleineren Falterarten. Die Vorderflügel sind orange gefärbt mit braunen Flügelrändern und Punkten. Die Farbverteilung bei den Hinterflügeln ist genau entgegen gesetzt – die Ränder sind orange und die restliche Fläche ist braun. Seine Namen hat der Falter jedoch von dem blauvioletten Schimmer, der bei den Männchen die gesamten Flügel überzieht. Die Flügelunterseiten sind leuchtend orange mit schwarzen Punkten und weißen Halbmonden. Die Farbe der Raupen variiert von weißlich grau bis grün. Die Eier sind durchsichtig weiß mit einer runden Wabenstruktur.

 

Verbreitung

Der Blauschillernde Feuerfalter ist eine Art der borealen Zone Eurasiens. Im restlichen Europa kommt dieser Schmetterling demnach nur in bestimmten Regionen vor. Dazu gehören Teile der Pyrenäen und Deutschlands, der Nordwesten der Schweiz, der Süden Belgiens, sowie Osteuropa. Das Verbreitungsgebiet endet bei 1800 Höhenmetern. Die Flugzeit ist von Mai bis Juli. 

Nach der Bundesartenschutzverordnung ist diese Art streng geschützt, denn sie ist vom Aussterben bedroht (gemäß der Roten Liste Deutschlands und Bayerns, RL 1). Sie ist außerdem noch durch die FFH-Richtlinie  (Anhang II +IV) geschützt. Die Zerstörung des Lebensraumes durch Entwässerung der Feuchtwiesen bzw. deren Aufforstung ist der wichtigste Grund für die Bedrohung des Blauschillernden Feuerfalters.

 

Lebensraum

Nährstoffreiche Feuchtwiesen, entlang von Gebirgsbächen oder anderen Gewässern, sind der Lebensraum des Blauschillernden Feuerfalters. Wichtig ist zudem Gehölzbewuchs an den Wiesenrändern als Windschutz und ausreichende Bestände der Futterpflanzen der Raupen.  

 

Nahrung

Die Falter ernähren sich vor allem von dem Blütennektar folgender Pflanzen: Hahnenfuß, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen und Sumpfdotterblume. Die Futterpflanzen der Raupen sind alle Teile des Wiesen-Knöterichs.

Fortpflanzung

Anfang Juni legen die Weibchen die Eier einzeln auf der Blattunterseite des Knöterichs ab. Kurz danach schlüpfen die Raupen um sich nach einem ein bis zwei Monaten langen Entwicklungsstadium zu verpuppen. Die weißlich-grau gefärbten Puppen sind an Laub oder vertrockneten Stängeln befestigt. Als einzige Feuerfalterart überwintern die Puppen des Blauschillernden Feuerfalters.

In einigen Regionen (u.a. Nordostdeutschland und Osteuropa) weist die Art zwei Generationen auf. Die Erste fliegt ab Mitte April, die Zweite ab Mitte Juli. 

 

Wissenswertes

Die Raupen des Blauschillernden Feuerfalters „fressen sich grün“. Sind sie anfangs noch weiß-gräulich gefärbt und vor allem an den Blattunterseiten zu finden, färben sie sich mit fortschreitender Entwicklung grün. Durch die gute Tarnung können sie dann auch an der Blattoberseite fressen.

 

Quellen

·        Settele, Josef; Steiner, Roland u.a. (2009): „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“; Eugen Ulmer Verlag Stuttgart

·        www.wikipedia.de

·        www.life-baeche.de

 

                                                                           

 

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