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Der Bruchwasserläufer

Bruchwasserläufer (Tringa glareola)

 

Klasse: Vögel (Aves) 

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae) 

Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes) 

Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae) 

Gattung: Wasserläufer (Tringa) 

 

 

Körperbau und Merkmale

Mit seinen 19 bis 21 cm Körpergröße ist der Bruchwasserläufer etwa so groß wie ein Star. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Waldwasserläufer. Jedoch ist dieser etwas größer und kurzbeiniger. Bruchwasserläufer sind oberseits heller und ihre Brust ist undeutlich grau gefleckt. Daher erscheint der Kontrast zur weißen Unterseite und weißen Bürzel geringer. Die Vögel tragen einen Überaugenstreif, der bis hinters Auge reicht. Ihre langen Beine sind gelbgrün. Typisch ist sein emsiges Wippen beim hin und her laufen.

 

Verbreitung und Lebensraum

Bruchwasserläufer sind Brutvögel der Nadelwald- und Tundrenzone Eurasiens, von Schottland ostwärts bis Ostsibirien. In Mitteleuropa gibt es heute nur noch sehr wenige Brutpaare. Bei uns sind sie eher Durchzugsgäste.

Die Vögel leben in Mooren und Sümpfen mit geringem Baumbewuchs. Man begegnet ihnen auf überschwemmten Wiesen, an flachen Ufern und auf Schlammflächen von Binnengewässern sowie kleinen Teichen und Tümpeln. Ihr Vorkommen an der Küste ist selten.

Bruchwasserläufer sind Langstreckenzieher. In Deutschland kann man die Vögel von April bis in den Sommer hinein beobachten. Die Wintermonate verbringen sie im südlichen Mittelmeerraum, in Afrika und im südlichen Vorderasien. Wenige Populationen fliegen zum Ende des Sommers sogar bis ins nördliche Australien.

 

Fortpflanzung

Bruchwasserläufer treffen in ihren Brutgebieten meist bereits verpaart ein. Ihre Nester errichten sie meist am Boden, gut versteckt in dichter Ufervegetation. Das Weibchen legt in der Regel vier Eier, welche 21 bis 24 Tage bebrütet werden. Die Jungen beginnen als Nestflüchter bereits nach drei Tagen ihre Nahrung teilweise selbst zu fangen. Sowohl die Brut als auch die Aufzucht des Nachwuchses werden von beiden Eltern übernommen.

 

Nahrung

Zur Nahrungssuche watet der Bruchwasserläufer durch das flache Wasser und stochert dabei mit dem Schnabel im Schlamm nach Insekten, kleinen Krebstieren, Schnecken und Muscheln.

 

Quellen

  • Steinbachs Naturführer „Großer Vogelführer“, Ulmer Verlag 2001
  • Kosmos Naturführer „Die Vögel Europas“, Kosmos-Verlag 2004
  • „Die Vögel Europas“, Parey-Buchverlag 2004
  • www.wikipedia.de
  • www.tierdoku.com

 

 

 

 

 

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