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Gelbringfalter

Steckbrief der Woche: Der Gelbringfalter (Lopinga achine)

 

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Unterfamilie: Augenfalter (Satyrinae)

Gattung: Lopinga

Art: Gelbringfalter

 

Körperbau und Merkmale

Gelbringfalter sind braun und tragen eine schwache Binde am Flügelrand, in der sich eine dichte Reihe großer Augenflecken befinden. Die Spannweite ihrer Flügel beträgt 50 bis 55 mm.

 

Verbreitung

Die Tiere kommen in Europa, Russland, im nördlichen Mittelasien und in Japan nur lokal und vereinzelt vor.

 

Lebensraum

Lichte Wälder mit einer Bodenvegetation, die von Gräsern dominiert wird, sind bevorzugter Lebensraum des Gelbringfalters. Auf kleinen Waldlichtungen mit Gebüsch und in Hecken an Waldrändern kann man die Tiere beobachten. Sowohl auf trockenen wie auch auf feuchten Böden sind sie zu finden.

Durch ihre Färbung sind die Falter in ihrer Umgebung leicht zu übersehen.

 

Nahrung

Bisher konnte diese Art nicht bei der Nektaraufnahme an Blüten beobachtet werden. Jedoch sieht man sie gelegentlich an feuchtem Sand oder Erde saugen oder an Baumsäften, Vogelkot und anderen Exkrementen.

Die Raupen bevorzugen Seggen und Fieder- bzw. Wald-Zwenke als Nahrung.

 

Fortpflanzung

Seine Eier lässt der Gelbringfalter auf den Boden fallen. Nach der Verpuppung hängt die Larve als Stürzpuppe im Gras.

 

Gefährdung

In allen Verbreitungsgebieten Mitteleuropas ist die Art in der Vergangenheit stark zurück gegangen. Nach der Bundesartenschutzverordnung (BartSchV) gilt sie als streng geschützt. Auf der Roten Liste ist sie der Kategorie 1 zu geordnet und gilt somit als vom Aussterben bedroht. In der FFH-Richtlinie wird der Gelbringfalter im Anhang IV (direkt geschützte Art) geführt.

Um diesen Schmetterlingen den Fortbestand zu sichern, ist es wichtig, die Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme der Mittelwaldnutzung, wie z.B. im Steigerwald, zu fördern. Auch die verstärkte Nutzung von Waldweiden, wie z.B. in den Nordalpen, und die extensive Nutzung der Moorränder, wie z.B. im Alpenvorland sind von großer Bedeutung für das Überleben des Gelbrandfalters.

 

Quellen

Steinbachs Naturführer, 2003, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co.

www.wikipedia.de

www.natur-lexikon.com

 

 

 

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