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Gemeine Goldwespe

Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)

Familie: Goldwespen (Chrysididae)

 

 

Körperbau und Merkmale

Die Gemeine Goldwespe wird auch als Feuer-Goldwespe bezeichnet. Sie erreicht eine Körperlänge von vier bis 13 Millimetern und hat einen schlanken Körperbau. Die Körpergröße der Art variiert so stark, weil sie ein großes Spektrum von Wirten befällt und dadurch auch die Nahrung der Larven jeweils unterschiedlich ist. Ihr Kopf und Thorax sind leuchtend grünblau und weisen oft einen goldenen, metallischen Schimmer auf. Ihr Hinterleib ist kupferrot bis rot metallisch-glänzend, die Unterseite ist metallisch grün oder blau. Am Hinterrand des letzten Hinterleibsegments sind vier deutliche Zähne zu sehen. Der gesamte Körper ist der von feinen hellen Punkten übersät.

 

Verbreitung und Lebensraum

Die Tiere kommen in Europa und Westasien praktisch überall vor, wo es Stechimmen gibt (Honigbienen, Hummeln, Wespen, Hornissen und Ameisen), sie bevorzugen aber trockene und sonnige Gegenden. Sie sind die häufigste Art in Mitteleuropa und fliegen von Mai bis September.

 

Entwicklung/Fortpflanzung/Lebensweise

Goldwespen fliegen von Mai bis September. Sie leben parasitisch von verschiedensten Stechimmen (Honigbienen, Hummeln, Wespen, Hornissen und Ameisen), wie etwa von Falten- und Grabwespen, aber auch von Mauer- und Pelzbienen. Nach Witt (1998) schmarotzt die Gemeine Goldwespe ausschließlich bei der Gattung Ancistrocerus (einer Faltenwespen-Gattung). Beobachtungen von anderen Wirten könnten danach darauf beruhen, dass diese Wirte Ancistrocerus-Nester überbaut haben.

Häufig ist zu sehen, wie die Weibchen flink auf Mauern und Verschalungen die Nester anderer Wespen und Bienen inspizieren. In diese legen sie dann ihre Eier. Die Larve frisst als erstes das Ei oder die schon geschlüpfte Larve ihres Wirtes und danach deren Nahrungsvorräte. Nach elf bis 14 Tagen verpuppt sie sich im fremden Nest, dafür wird ein goldglänzender Kokon gesponnen. Je nach Wirt findet die Überwinterung als Ruhelarve oder als ausgewachsene Wespe statt. Da das Wirtsspektrum sehr groß ist, ist auch die Menge der zur Verfügung stehenden Nahrung sehr unterschiedlich, wodurch sich die stark schwankende Körpergröße erklärt. Einige Autoren jedoch sind der Meinung, dass es sich in Wirklichkeit um verschiedene Goldwespen-Arten handelt, die schwer voneinander zu unterscheiden sind.

 

Nahrung

Parasitisch von anderen Hautflüglern.

 

Gefährdung/Bestand in Europa

Die Gemeine Goldwespe ist weit verbreitet, häufig und nicht gefährdet.

 

Wissenswertes

Viele Goldwespen sondern Duftstoffe ab, die als Schutz gegen Fressfeinde, aber wohl auch zur Markierung ihrer Flugbahnen dienen.

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/

http://www.insektenbox.de

Steinbachs Naturführer „Insekten“, Mosaik-Verlag 2002

Rolf Witt: „Wespen beobachten, bestimmen“, Natur Buch Verlag, Augsburg 1998

 

 

 

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