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Der Grauschnäpper

 

Der Grauschnäpper (Muscicapa striata)

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

Unterordnung: Singvögel (Passeri)

Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)

Unterfamilie: Eigentliche Fliegenschnäpper (Muscicapinae)

Gattung: Muscicapa  

 

Körperbau und Merkmale

Bereits ihr Name deutet darauf hin: Die etwa rotkehlchengroßen Grauschnäpper erscheinen durch ihre graubraune Farbe eher unauffällig. Oberkopf, Kehle und Brust sind dunkelgrau mit dunklen Längsstreifen. Die Unterseite ist gräulichweiß gefärbt und wirkt deutlich heller. Ihr recht langer kräftiger Schnabel ist schwarz und glänzend.

 

Verbreitung und Lebensraum

In etwa sieben Unterarten kommen Grauschnäpper von Westeuropa bis Mittelsibirien vor. Den Langstreckenziehern kann bei uns von April bis September begegnen. Ihre Winterquartiere haben sie im tropischen und südlichen Afrika.

Die Vögel scheuen die menschliche Nähe nicht. So sind sie in Mitteleuropa oft in Kulturland und im Siedlungsbereich anzutreffen. Wichtig sind dort aber lichte Baumbestände wie z.B. in Alleen, Parks und Gärten oder an Waldränder und auf Lichtungen.

Die Nester werden in Baumhöhlen oder in Mauernischen errichtet. Gerne wird dicht mit Kletterpflanzen bewachsenes Mauerwerk bewohnt sowie Balkone und Dachüberstände. Auch Halbhöhlen-Nistkästen bieten den Tieren Nistgelegenheiten.

 

Fortpflanzung

Beide Elterntiere bauen ein lockeres Nest aus Moos, Federn und Tierhaaren. Meistens legt das Weibchen vier bis fünf Eier, die von ihm allein 11 bis 15 Tage lang ausgebrütet werden. Während der zwei Wochen dauernden Nestlingszeit, füttern beide Partner die Jungen. Auch nach dem die Kleinen das Nest bereits verlassen haben, werden sie noch einige Tage von den Eltern versorgt. In langen Sommern kann es durchaus eine zweite Brut geben.

 

Nahrung

Grauschnäpper sind Ansitzjäger: Von exponierten Warten aus beobachten die Vögel ihre Umgebung. Sie sitzen dabei aufrecht und zucken mit Schwanz und Flügeln. Von dort starten sie ihre rasanten Jagdflüge nach Insekten. Diese werden im Flug erbeutet oder bei Rüttelflügen erspäht und dann im steilen Sturzflug gefangen.

 

 

Quellen

  • Steinbachs Naturführer „Großer Vogelführer“, Ulmer Verlag 2001
  • Kosmos Naturführer „Die Vögel Europas“, Kosmos-Verlag 2004
  • „Die Vögel Europas“, Parey-Buchverlag 2004
  • www.wikipedia.de
  • www.natur-lexikon.com
 

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