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Der Haubentaucher

Steckbrief der Woche: Haubentaucher (Podiceps cristatus)

 

Klasse: Vögel (Aves)

Ordnung: Lappentaucherartige (Podicipediformes)

Familie: Lappentaucher (Podicipedidae)

Gattung: Taucher (Podiceps)

 

Merkmale

Haubentaucher erreichen eine Körpergröße von etwa 50 cm und sind damit etwa so groß wie eine Stockente. Sie werden zwischen 800 und 1400 g schwer. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt. Halsvorderseite, Bauchunterseite und das Gesicht sind weiß, das Rückengefieder und der Nacken rotbraun und schwarz, genau wie die namensgebende Federhaube auf dem Kopf der Tiere. Während des winterlichen Schlichtkleides ist der Kopfschmuck stark reduziert. Kopf und Körper sind dann überwiegend braungrau gefärbt. Obwohl sich die Tiere meistens im Wasser aufhalten, haben sie keine Schwimmhäute zwischen den Zehen. Stattdessen besitzen sie an den drei Vorderzehen lappenartige Verbreiterungen.

Die Jungvögel tragen während der ersten Lebensmonate eine Schwarz-Weiße-Streifung von Kopf- und Rückengefieder.

 

Verbreitung & Lebensraum

Haubentaucher haben ihr Verbreitungsgebiet in ganz Europa, bis auf Nordskandinavien und Island. Sie bevorzugen größere, stehende oder leicht fließende Gewässer mit Schilfgürtel als Lebensraum. Man begegnet ihnen von der Küste bis zu den Voralpenseen. Auch künstliche Gewässer werden genutzt. Während die östlichen Populationen Zugvögel sind, die an den Küsten Westeuropa und Südeuropas überwintern, sind die restlichen Populationen überwiegend Standvögel. Sind die Seen im Winter allerdings länger zu gefroren, wandern auch diese Tier an die Küste.

 

Nahrung

Kleine Fische, aber auch Wasserinsekten und Kleinkrebse sind die Nahrung der Unterwasserjäger. Ihre Jungen versorgen die Altvögel mit Jungfischen und Wasserinsekten. Die Tauchzeiten schwanken saisonal. Im Mittel liegen sie bei etwa 30 Sekunden, die Tauchtiefen variieren zwischen 5 und 20 m.

 

Fortpflanzung

Die Balz der Haubentaucher ist beeindruckend: Vom Gewässergrund holen die Vögel Nistmaterial herauf, welches sie dem Partner symbolisch überreichen. Dabei bewegen sie sich schwimmend mit seitwärts gesträubten Haubenfedern aufeinander zu. Beide Tiere richten sich auf dem Wasser Brust an Brust auf, spreizen den Federkragen, schütteln die Köpfe und schlagen mit den Füßen auf das Wasser.

 

Gemeinsam errichten die Haubentaucherpartner ein Nest aus schwimmenden Pflanzenteilen auf dem Wasser. Es liegt versteckt in der Ufervegetation. Im März/ April legt das Weibchen zwei bis sechs Eier dort hinein, die in den kommenden 27 bis 29 Tagen von beiden Partnern abwechselnd ausgebrütet werden. Die Küken sind Nestflüchter und können sofort schwimmen und sogar tauchen. Anfangs sind sie allerdings nur selten im Wasser und werden während der ersten drei Wochen zum Schutz vor Feinden im Rückengefieder der Altvögel transportiert. Trotzdem haben Haubentaucher hohe Verlustzahlen bei ihrem Nachwuchs. Viele Junge fallen Raubfischen wie beispielsweise dem Hecht, aber auch Graureihern und Rohrweihen zum Opfer. Nach drei Wochen können die Küken eigenständig Nahrung aufnehmen. Sie bleiben jedoch etwa zehn bis elf Wochen von ihren Eltern abhängig.

                                                                          

Quellen

www.wikipedia.de

www.natur-lexikon.com

 

 

 

 

 

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