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Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

 

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

Unterordnung: Singvögel (Passeri)

Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)

Unterfamilie: Schmätzer (Saxicolinae)

Gattung: Rotschwänze (Phoenicurus)

 

 

Körperbau und Merkmale

Seinen Namen verdankt der Hausrotschwanz seinem rostroten Schwanz und Bürzel. Neben dem mittleren Steuerfederpaar ist auch das restliche Gefieder grauschwarz gefärbt und wirkt eher düster. Die Männchen besitzen einen weißen Flügelfleck, ansonsten sind sie kaum von den Weibchen zu unterscheiden. Hausrotschwänze sind mit einer Körpergröße von 13 bis 14 cm kleiner und schlanker als unser Haussperling.

 

Verbreitung und Lebensraum

Hausrotschwänze kommen von Kleinasien bis Zentralasien und in ganz Europa außer in Großbritannien, Skandinavien und Russland vor.

Die Vögel gehören zu den Kurzstreckenziehern, d.h, bei uns kann man ihnen nur von März bis maximal November begegnen. Danach wandern sie zum Überwintern in den Mittelmeerraum, bis zum Nordrand der Sahara oder auf die Sinai-Halbinsel. Mehrjährige Hausrotschwänze sind reviertreu und kehren stets in ihre alten Brutgebiete zurück, während die einjährigen Tiere praktisch nie an ihre Geburtsorte zurückkommen.

Ursprünglich waren die Vögel reine Felsbewohner des Berglandes. In den letzten Jahren haben sie neue Lebensräume in Dörfern und Städten erobert. Dort brüten sie in Nischen und Spalten von Gebäuden und technischen Bauwerken. Sie scheinen sehr robust gegenüber Störungen, Lärm und Gestank.

 

Fortpflanzung

Der Hausrotschwanz brütet zwei- gelegentlich auch dreimal pro Jahr. Das Nest wird vom Weibchen allein errichtet. Dort hinein legt es mit jeweils einem Tag Abstand meist fünf Eier. 14 Tage dauert die Brutzeit, während der das Weibchen ausschließlich alleine brütet. Im Anschluss werden die Jungen für 15 bis 17 Tage von beiden Eltern im Nest mit Futter versorgt. Zehn weitere Tage betreuen die Altvögel ihren Nachwuchs noch nach deren Ausfliegen.

 

Nahrung

Die Hauptnahrung des Hausrotschwanzes besteht aus wirbellosen Kleintieren wie Insekten, Schnecken und Spinnen. Aber auch Beeren als pflanzliche Nahrung spielen eine Rolle. Hausrotschwänze sind Wartejäger. Von erhöhten Positionen, von Steinen, Felsen oder Pfosten aus, lauern sie der sich am Boden bewegenden Beute auf, um sie dann im Sturzflug zu erhaschen. Aber auch die Futtersuche am Boden, das Jagen im Flug sowie der Rüttelflug sind typische Jagdstrategien.

 

Gesang

Von März bis Juni hört man den Hausrotschwanz bereits ab den sehr frühen Morgenstunden singen. Zu Beginn der Brutperiode ist es möglich, die Vögel mit kleinen Pausen auch bis in die späte Abenddämmerung ununterbrochen singen zu hören, teilweise sogar nachts.

 

 

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/

Steinbachs Naturführer „Großer Vogelführer“, Ulmer Verlag 2001

Kosmos Naturführer „Die Vögel Europas“, Kosmos-Verlag 2004

„Die Vögel Europas“, Parey-Buchverlag 2004

 

 

 

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