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Die Heidelerche

Heidelerche (Lullula arborea)

 

Klasse: Vögel (Aves)

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Lerchen (Alaudidae)

 

Körperbau und Merkmale

Mit einer Größe von 15 cm ist die Heidelerche kleiner als die häufigere Feldlerche. Im Flugbild sind die breiten Flügel und der kurze, gerade endende Schwanz zu erkennen. Das gesamte Gefieder ist bis auf den weißen Bauch zimt- bis haselnussbraun gefärbt und mit einer kräftigen Längsstreifung gezeichnet. Die Federhaube ist niedergelegt kaum erkennbar. Charakteristisch ist der Gesang, der wohlklingend und schwermütig („lüre – lüre – lüre“) bereits im zeitigen Frühjahr im Singflug oder von Singwarten aus vorgetragen wird.

 

Verbreitung und Lebensraum

Die Heidelerche ist in Mittel- und Südeuropa, in West- und Ostasien und in den Bergen von Nordafrika heimisch. Sie ist ein Zugvogel, der als Kurzstreckenzieher in Südwesteuropa überwintert. Die Lebensräume sind sonnenexponierte, trockensandige, vegetationsarme Flächen in halboffenen Landschaftsräumen. Bevorzugt werden Heidegebiete, Trockenrasen sowie lockere Kiefern- und Eichen-Birkenwälder mit offenen Pionierflächen. Darüber hinaus werden auch Kahlschläge, Windwurfflächen oder trockene Waldränder besiedelt.

 

Entwicklung/Fortpflanzung/Lebensweise

Ein Brutrevier kann je nach Habitatqualität eine Größe von 2-3 (max. 8) ha erreichen. Die Siedlungsdichte kann unter optimalen Bedingungen bis zu 2 Brutpaare auf 10 ha betragen. Das Nest wird gut versteckt am Boden in Sichtweite von Bäumen angelegt. Ab April werden 3-6 weißliche, grau und braun gescheckte Eier abgelegt, die bis zum Schlupf der Jungvögel 13-15 Tage lang bebrütet werden. Nach 10-13 Tagen verlassen sie das Nest, und sind nach 16 Tagen voll flugfähig. Der Bruterfolg liegt im Durchschnitt vermutlich bei 2 flüggen Jungvögeln pro Brutpaar und Jahr.

 

Nahrung

Im Sommerhalbjahr ernährt sich die Heidelerche vor allem von Insekten und nur wenig von pflanzlicher Nahrung. Während des Winters und Frühjahres werden hauptsächlich Pflanzenteile (z.B. Grasspitzen, Knospen, kleine Blätter) genommen.

 

Gesang

Als einzige Lerche nutzt die Heidelerche Bäume als Singwarten. Der Reviergesang ist überaus abwechslungsreich und besteht aus bis zu 100 unterschiedlichen Strophen, die in einer festgelegten Reihenfolge aneinandergereiht werden. Der melodische Gesang der Heidelerche zählt zu den schönsten Vogelgesängen. Er klingt sanft lullend und fällt in der Regel im Verlauf der Strophe leicht ab.

 

Gefährdung/Bestand in Europa

In Deutschland steht die Heidelerche auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als "gefährdet" (RL 3). In Bayern ist die Heidelerche sogar vom Aussterben bedroht (RL 1). Die Heidelerche ist im Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie geschützt.

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/

www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de

 

 

 

 

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