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Herbst-Mosaikjungfer

Steckbrief der Woche: Herbst-Mosaikjungfer (Aeshna mixta)

 

Ordnung: Libellen (Odonata)

Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)

Überfamilie: Aeshnoidea

Familie: Edellibellen (Aeshnidae)

Gattung: Mosaikjungfern (Aeshna)

 

Merkmale

Mit einer Flügelspannweite von etwa 80 mm und einer Körperlänge von 62 bei den Weibchen bis 64 mm bei den Männchen, gehört die Herbst-Mosaikjungfer in ihrer Familie der Edellibellen zu den kleineren Vertretern. Ihr Brustabschnitt (Thorax) ist braun mit oberseitigen sehr kleinen, gelblichen Antehumeralstreifen. Die Thoraxseiten haben breite grüngelbe Seitenbinden.

Die männlichen Tiere haben einen schwarzen Hinterleib (Abdomen) mit einer blauen Fleckung. An seiner Basis befindet sich ein gelblich-weißes Dreieck oder „T“. In Abhängigkeit von kühler Umgebungstemperatur kann sich das Blau der Männchen zu einem Schwarzviolett abdunkeln.

Der Hinterleib der Weibchen hat kleine gelbe und große braune Flecken. Auch sie tragen die T-förmige bis dreieckige Zeichnung. Neben der braunen Variante, gibt es auch Weibchen mit  sogenannter androchromer Färbung. Diese haben eine eigentlich für die Männchen typische Färbung.

 

Verbreitung

Die Herbst-Mosaikjungfer ist vor allem in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika weit verbreitet. Ihre nördliche Vorkommensgrenze ist Süd-Norwegen, in England werden der Süden und seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch die Mitte besiedelt. Nach Osten erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet über Russland und China bis nach Japan. Verbreitungsschwerpunkte liegen in den Tiefebenen und Flusstälern des südlichen Mitteleuropas.

In Mitteldeutschland galt die Herbst-Mosaikjungfer noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als selten. Inzwischen hat sie ihr Areal hier ausgeweitet. Lokal gehört sie nun sogar zu den häufigsten Edellibellen.

 

Nahrung

Die Herbst-Mosaikjungfer jagt aus der Luft. Sehr häufig legt sie weite Wege zur Jagd zurück. Ihre Hauptnahrung sind Fliegen und Mücken, aber auch andere Insekten.

 

Lebensraum und Lebensweise

Besonders wären des Sommer und bis in den November hinein ist diese sehr lebhafte Libellenart an pflanzenreichen stehenden Gewässern anzutreffen. Dabei werden Weiher mit Schilfgürtel oder Seggenrieden in ausgedehnten Verlandungszonen bevorzugt. Sie unternehmen teilweise recht ausgedehnte Flüge. So trifft man sie manchmal auch auf Wiesen in einiger Entfernung zum Gewässer an. Zwischendurch machen die Tiere immer wieder Ruhepausen. In manchmal fast waagerechter Haltung ruhen sie auf exponierten Strukturen – ein Verhalten, das eigentlich untypisch ist für Edellibellen.

 

Die Herbst-Mosaikjungfer besitzt in der Familie der Edellibellen die niedrigste Aktivitäts-Schwellentemperatur. Die Männchen sind bereits ab einer Umgebungstemperaturen von etwa 10 °C aktiv, sofern gleichzeitig die Sonne scheint. Die Weibchen fliegen meistens erst bei Temperaturen ab 13 °C. Wenn der Nebel im Herbst anhält oder die Witterung feucht-kühl bleibt endet die Flug- und Lebenszeit der Imagines.

 

Fortpflanzung

Die Männchen dieser Libellenart fliegen auf der Suche nach einer Partnerin die Gewässerufer auf und ab. Bis zu 100 m Länge können diese Patrouillenflüge haben. Manchmal kann man mit etwas Glück beobachten, wie sich die Tiere in der Luft paaren. Die Paarungsräder sind allerdings häufiger an Schilfblättern oder Zweigen in ein bis zwei Metern Höhe zu sehen. Es vergehen etwa 20 Minuten bis eine Stunde bis sich die Partner wieder von einander lösen. Unmittelbar danach sticht das Weibchen die Eier vor allem in schwimmende abgestorbene Pflanzenteile wie beispielsweise Kalmus, Rohrkolben, Simsen oder abgestorbene Schilfhalme ein.

Die Eier werden relativ spät im Jahr gelegt und überwintern dann als solche. Die Larven schlüpfen erst im Mai des darauffolgenden Jahres. Dies ist der Grund, warum diese Libellenart auch an Teichen existieren kann, die im Winter trocken fallen bzw. abgelassen werden. Unter günstigen Bedingungen entwickeln sich die Larven in zwei bis drei Monaten zur Libelle. Meist überwintern sie aber im Wasser ein weiteres Mal und erst Ende Juli des nächsten Jahres schlüpfen die Libellen.

 

Gefährdung

Sie kommt in ganz Europa recht häufig vor und ist nicht gefährdet.

                                                                        

Quellen

www.wikipedia.de

www.natur-lexikon.com

www.insektenbox.de

 

 

 

 

 

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