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Herbstwald  

Mit einem herrlichen Farbenspiel im Blätterwald kündigt sich alljährlich der Herbst an. Die Blätter der Laubbäume verfärben sich in den schönsten Grün-, Gelb-, Orange-, Rot- und Brauntönen, bevor sie schließlich abfallen. Ursache für dieses Farbspiel ist der langsame Rückzug der Pflanzensäfte in den Stamm bzw. in die Wurzeln.

Das Chlorophyll (Blattgrün) wird abgebaut und andere Blattfarbstoffe wie Carotinoide und Anthocyane sorgen für die bunte Färbung. Teils sind sie im Blatt bereits vorhanden, teils werden sie, wie die Anthocyane, neu gebildet. Die Farbstoffe haben wahrscheinlich eine Lichtschutzfunktion für das Blatt. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbst)

 

Der Wald als vielschichtiges und artenreiches terrestrisches Ökosystem ist Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten und nimmt deshalb eine besondere Rolle bei der Erhaltung der Biodiversität ein. So schön das jährliche Farbspiel zur Herbstzeit auch ist - wir übersehen darüber schnell, wie es um den Wald bestellt ist. Denn:

Die Wälder lichten sich
Dem Wald geht's weiter schlecht: Er bleibt Dauerpatient und hat sich von den Schäden aus dem Jahr 2005 kaum erholt. Rund ein Drittel aller Waldbäume zeigt schwere Schäden. Vor allem die Eichen sind krank. Ursachen sind laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Luftverschmutzung durch den Verkehr und die Bodenbelastung durch die Landwirtschaft.

Geschädigte Waldbäume
"Der Gesundheitszustand des Waldes bleibt Besorgnis erregend", sagte der Parlamentarische Agrarstaatssekretär Peter Paziorek (CDU) bei der Vorstellung des Waldschadensberichtes 2005. Die schweren Schäden im bundesdeutschen Wald sind im Vergleich zu 2004 um zwei Punkte auf 29 Prozent zurückgegangen. Ein wenig erholt haben sich die Wälder Schleswig-Holsteins, Nordrhein-Westfalens und Mecklenburg-Vorpommerns. In Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland dagegen war der Zustand des Waldes 2005 deutlich schlechter als noch im Vorjahr. Die Zahl der erkrankten Bäume ist dort besonders stark gestiegen.

Immer mehr Eichen erkranken
Besonders der Zustand der deutschen Eichen hat sich dramatisch verschlechtert: 51 Prozent sind geschädigt. Knapp ein Fünftel der Kiefern hat schwere Schäden, im Jahr 2004 waren es 17 Prozent. Von den Fichten sind knapp ein Drittel sehr krank, etwas weniger als ein Jahr zuvor.

Der Wald leidet an den jahrelangen Belastungen mit Säuren, Stickstoff, Ozon und Abgasen. Wälder und Waldböden stehen unter "Dauerstress" durch Schadstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft. Um den Schutz des Waldes zu verbessern und die Landwirtschaft umweltfreundlicher zu gestalten, muss Landwirtschaftsminister Horst Seehofer mehr Mittel zur Umstellung von Agrarbetrieben auf Umwelt- und tiergerechte Standards bereitstellen.

Doch nicht nur die Umweltschützer, auch die Waldbesitzer fordern eine schärfere Umweltpolitik zum Schutz der Wälder. Der Präsident der Waldbesitzerverbände, Michael Prinz zu Salm-Salm, sagte, der Zustand des Waldes sei "ernüchternd". Mit einer nationalen und europäischen Initiative könne mehr für die Luftreinheit und damit für den Waldzustand getan werden. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald forderte eine umweltbewusstere Verkehrs- und Energiepolitik. Dazu gehöre, den öffentlichen Nahverkehr massiv zu fördern. Außerdem müssten der Gütertransport auf die Schiene verlegt und alternative Treibstoffe eingesetzt werden.

Zum Waldschadensbericht für 2006: aktuelle Pressemiteilung des BN. 

Weiterführendes
Der Bund Naturschutz bietet mehr Infos zum Wald,

Herbstlaub im Garten : Das Farbenkleid der Natur sieht im Herbst nicht nur besonders gut aus, es erfüllt auch wichtige Funktionen für Tiere und Pflanzen. Laub und andere Pflanzenteile. 

Laubsauger schaden Flora und Fauna

Kaum fällt das Herbstlaub, lärmen sie wieder in Park und Garten: die Laubsauger oder -blaser. Doch dieses Gartengerät schädigt Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe und stört den Naturhaushalt. Durch den Schallpegel von bis zu 115 Dezibel - das entspricht dem Krach eines Preßlufthammers - werden vor allem die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt.

Laubsauger und -blaser, die von einem Zwei-Takt-Verbrennungsmotor angetrieben werden, sprühen mehr als ein Drittel des Kraftstoffes unverbrannt als giftige Kohlenwasserstoff-Dusche in die Umwelt und gefährden die Gesundheit des Bedieners.

Auch die Boden-Biologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt, so die Warnung des BN. Die lauten Ordnungshalter saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Außerdem zerstören sie Pflanzen-Samen.

Da die abgesaugten oder mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum, der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt.

Der BN empfiehlt, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet wird.

 

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