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Die Holz-Schlupfwespe

 

Steckbrief der Woche: Die Holz-Schlupfwespe (Rhyssa persuasoria)

 

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)

Familie: Schlupfwespe (Ichneumonidae)

Gattung: Rhyssa


 

Körperbau und Merkmale

Der langgestreckte, schlanke Körper der Holz-Schlupfwespe ist zwischen 18 und 35 mm lang. Bei den Weibchen kommt noch ein bis zu 35mm langer Legestachel hinzu, der sich am Hinterleib befindet. Der Körper ist in Brust und den doppelt so langen Hinterleib gegliedert. An dem bräunlichen Kopf sitzen die sehr großen, gelb umrandeten Augen, sowie das lange Fühlerpaar. Der restliche Körper ist schwarz-braun gefärbt. An den Segmentkanten befinden sich weiß-gelbe Flecken. Die Beine sind braunrot.

 

Verbreitung

Die Holz-Schlupfwespe ist eine weit verbreitete Art. Ihre Vorkommen liegen in Europa, Asien und Nordamerika.

 

Lebensraum und Lebensweise

Nadelwälder sind der Lebensraum der Holz-Schlupfwespe. Bevorzugt werden offenen Flächen wie Lichtungen, Waldwege und Schneisen, wo sich abgestorbenen Baumstämme befinden. Die Flugzeit dieser Insekten ist von Juli bis September.

Ihre Larven findet man im Totholz, wo sie auch überwintern.

 

Nahrung

Die Nahrung der ausgewachsenen Holz-Schlupfwespen sind Blütennektar und Pflanzensäfte. Die Larven ernähren sich dagegen von tierischer Kost.

 

Fortpflanzung

Die Holz-Schlupfwespe hat eine sehr ausgefallene Strategie um die Sicherheit und die Nahrungsversorgung für ihre Larven zu gewährleisten. Mit ihrem Geruchsinn erspürt das Weibchen die Larven von Holzwespen oder Bockkäfern, die sich tief im Holz von abgestorbenen Baumstämmen befinden. Ist eins dieser Tiere geortet, bohrt die Holz-Schlupfwespe mit ihrem Legestachel in immer schneller werdenden, drehenden Bewegungen ein bis zu 30mm tiefes Loch in das Holz. Dazu muss sie ihr Hinterleib stark krümmen, damit der Stachel senkrecht ins Holz gebracht werden kann. Aus diesem Grund sind die Hinterbeine des Tieres länger als die Vorderbeine.  Hat sie ihr Opfer erreicht, betäubt sie das Tier mit einer Giftinjektion und legt durch ihren Legebohrer ein Ei in die Larve. Dieser Vorgang der Eiablage kann bis zu einer Stunde dauern. Die später schlüpfende Holz-Schlupfwespen-Larve ernährt sich während ihrer Entwicklungsphase parasitisch von ihrem Wirt.

 

Wissenswertes

Aufgrund der Ernährung ihrer Larven sind Holz-Schlupfwespen wichtige Protagonisten bei der Bekämpfung von Schädlingen. Ihre ungewöhnliche Fortpflanzungsmethode gab Anlass für eine Vielzahl von Mythen um diese Tiere. So glaubte man früher in China, dass Schlupfwespen keinen direkten Nachwuchs erzeugten. Vielmehr ging man davon aus, dass die Tiere in der Lage waren Raupen direkt in ausgewachsene Schlupfwespen zu verwandeln.

Quellen

·        Rietschel, Siegfried (2002): „Insekten – Käfer, Libellen und andere“; BLV Verlagsgesellschaft mbh München

·        www.wikipedia.de

·        www.naturlexikon.de

 

 

 

 

 

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