Der Leiterbock (Saperda scalaris)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)
Unterfamilie: Lamiinae
Gattung: Saperda
Körperbau und Merkmale
Der Leiterbock ist ein vornehmlich dämmerungsaktives Tier. So ist er trotz seiner sehr auffallenden Färbung den meisten Menschen weitestgehend unbekannt.
Seinen Namen erhielt der zwischen 12-18 mm große Leiterbock aufgrund des markanten Musters auf seinem Rücken. Es besteht aus gelben bis grünlichen behaarten Partien, die sich auf schwarzem Untergrund in einem Längsstreifen entlang der Flügeldeckennaht ziehen. Von der Mittellinie zweigen insgesamt fünf paarige Seitenäste ab, die „Leitersprossen“.
Sehr selten sind Individuen mit heller oder gräulicher Färbung.
Verbreitung und Lebensraum
Der Leiterbock kommt von der Ebene bis in die Hochlagen der gesamten Paläarktis, also Europa, Zentral- und Ostasien sowie Nordafrika, vor. Er bevorzugt feuchte Laubwälder, besonders aber Laubbäume wie Weiden, Eichen, Buchen, Ulmen und Birken. Während sich die Männchen vor allem in den Baumkronen aufhalten, findet man die Weibchen vor allem auf gefälltem Laubholz. Auch die Larven entwickeln sich im Totholz verschiedener Laubbaumarten.
Fortpflanzung und Lebensweise
Die Weibchen des Leiterbocks legen ihre Eier in eine von ihnen gebissenen Furche verschiedener Laubhölzer ab. Die Larvalentwicklung dauert zwei bis drei Jahre und erfolgt ebenfalls unter der Rinde absterbender oder bereits morscher Laubbäume. Im Allgemeinen ist der Leiterbock meist einzeln von April bis August auf seinen Bruthölzern anzutreffen.
Nahrung
Der erwachsene, geschlechtsreife Leiterbock (Imago) ernährt sich nach dem Schlüpfen zunächst von Blättern. Später besteht seine Nahrungsquelle vor allem aus Ästen und Baumstämmen.
Gefährdung
Die Hauptaktivitätszeit des Leiterbocks liegt in der Dämmerung und die männlichen Individuen sind zudem hauptsächlich in den Baumkronen zu finden. Diese Verhaltensweisen erschweren es, den Bestand abzuschätzen.
In manchen Gebieten Deutschlands wird er als „gefährdet“ (Nordrhein-Westfalen, Thüringen) oder als „extrem selten“ (Rheinland-Pfalz, Brandenburg) eingeordnet.
Quellen
Der Große Kosmos Tierführer, 2007, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
Der Kosmos Käferführer, 2000, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
www.wikipedia.de
www.welt-der-insekten.de
www.peppix.de