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Mosaikjungfer

Die blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) ist eine häufig vorkommende Großlibelle, die zur Familie der Edellibellen gehört.

Mosaikjungfer

Merkmale

  • Länge: bis zu 7,5 cm / Spannweite: 9,5 bis 11cm
  • Männchen: Grundfarbe schwarz, 2 große, ovale, grüne Flecken auf der Oberseite der Brust, grüne Flecken auf der Oberseite der Hinterleibsringe 1-7 (Achtung: Bei jungen Libellen sind diese noch blau!)
  • blaue Flecken auf den letzten Hinterleibsringen
  • Weibchen: Grundfarbe Dunkelbraun, alle Flecken gelb oder grün

Vorkommen und Entwicklung
Die Flugzeit der Mosaikjungfer dauert von Anfang Juni bis Mitte Oktober. Die Männchen sind an Gewässern viel unterwegs, wobei sie ständig den Ort wechseln. Die Weibchen fliegen am Abend gerne weit ab von Gewässern auch in Dörfern und Städten. Sie legen ihre Eier, die dann überwintern, in totes und faulendes Pflanzenmaterial nahe am Ufer. Die Larve lebt in lehmigen Tümpeln zwischen Wasserpflanzen  und überwintert ebenfalls, so dass die Libellen erst im dritten Sommer erscheinen.

 

Libellenkopf

Kopf einer Libelle (Foto: www.pixelquelle.de)

Hätten sie's gewusst?
Libellen (lat.: Odonata) gehören wohl zu den faszinierendsten Insekten. Ihre Vorfahren lebten bereits vor 250 Millionen Jahren. Diese Tiere hatten eine Flügelspannweite von bis zu 75 cm und waren damit die größten jemals existierenden Insekten. Zur Zeit der Saurier vor 150 Millionen Jahren entsprachen Größe und Körperbau der Libellen bereits in etwa den heutigen Arten. Somit haben sie sich seit dieser Zeit nur noch unwesentlich verändert, was auf den ungeheuren Erfolg ihrer Lebensstrategie hinweist.

Der Name Libelle (Libellula) wurde von dem Naturforscher Carl von Linné eingeführt und ist vom lateinischen Wort Libella (Hammerhai) abgeleitet. Manche Libellen haben - ähnlich einem Hammerhai - eine hammerähnliche Körperform. Die wissenschaftlichen Namen der Libellen (also Gattung und Art) leiten sich in der Regel von griechischen und lateinischen Worten ab, so z.B. 'Somatochlora flavomaculata' aus gr. 'soma' = Körper und 'chloros' = grün, sowie aus lat. 'flavus' = gelb und 'maculata' = gefleckt. Sie nehmen also Bezug auf Merkmale der Libellen, wie etwa Farbe, Zeichnung, Gestalt, oder auch Herkunft. Einige Arten wurden aber auch nach berühmten Insektenforschern benannt.  


Tipps, wie Sie Libellen in Ihren Garten locken und zum Schutz der Libellen beitragen können, gibt der Bund Naturschutz Bayern:

  • Lassen Sie Ihren Garten sich naturnah entwickeln und legen Sie einen Teich ohne Fische in sonniger Lage an und bepflanzen Sie ihn mit Sumpfpflanzen.
  • Setzen Sie sich für eine Renaturierung von Bächen und Parkteichen sowie für eine Verbesserung der Wassergüte ein.
  • Mähen Sie nicht am Rand von Gewässern, vor allem nicht während der Hauptflugzeit der Libellen im Juni und Juli.
  • Verwenden Sie keine Dünger, Pestizide und Insektenfallen.
  • Setzen Sie keine Fische in Gewässern aus.
  • Machen Sie aktiv bei den Arten- und Biotopschutz-Projekten des  BN mit oder unterstützen Sie uns mit einer Mitgliedschaft oder Spende


Wer noch mehr über einzelne Libellenarten wissen möchte, hier gibt es eine Broschüre des Bund Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe München, zu Libellen. 

 

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