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Die Pfeifente

Die Pfeifente (Anas penelope)

 

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Anatinae

Tribus: Schwimmenten (Anatini)

 

Körperbau und Merkmale

Kleiner als die Stockente, erreicht die Pfeifente eine Körperlänge von 41 bis 51 cm, eine Flügelspannweite von 75 bis 86 cm sowie ein Gewicht von 500 bis 900 g. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Beim Männchen ist das Körpergefieder gräulich. Die Bauchseite ist weißlich bis cremefarben gefärbt. Die Flügel weisen ein weißes Flügelband auf. Charakteristisch ist der braune Kopf, der an der Stirn eine weiße Blässe aufweist, die sich bis zum Schnabelansatz fortsetzt. Die Spitze des graublauen Schnabels ist schwarz. Das Weibchen weist dagegen eine unauffällige bräunliche Färbung auf. Die Extremitäten beider Geschlechter sind graubraun bis fast schwarz.

 

Verbreitung und Lebensraum

Die Brutgebiete befinden sich in Nordeuropa, Nordasien und teilweise im Norden von Nordamerika. Sie leben dort an vegetationsreichen Seen und Teichen. Hier und da sind sie auch an langsam fließenden Flüssen anzutreffen. Gegen Einbruch des Winters ziehen sie in den Süden. In Europa befinden sie sich in Überwinterungsquartieren in Mittel- und Südeuropa. Sie sind Deutschland vor allem an der Küste von Nord- und Ostsee zu finden sowie an küstennahen, größeren Binnenseen. Hier sind Pfeifenten insbesondere auch auf landwirtschaftlichen Flächen anzutreffen, wo sie ein Ärgernis für die Bauern darstellen können.

 

Entwicklung/Fortpflanzung/Lebensweise

Die Pfeifente erreicht die Geschlechtsreife mit etwa zwei Jahren. Die Paarbildung erfolgt meist kurz nach Ende des Winters. Die eigentliche Brutzeit erstreckt sich über die Monate Mai bis Juli. Die Bodennester werden im schützenden Uferdickicht angelegt und mit Federdunen ausgelegt. Das Weibchen legt meist fünf bis neun Eier, die eine Länge von knapp 50 mm aufweisen. Die Brutdauer beträgt etwa 24 Tage. Kurz nach dem Schlüpfen verlassen die Küken als Nestflüchter das Nest und folgen dem Muttervogel ins Gewässer. Die Flugfähigkeit wird nach etwa 45 Tagen erreicht.

 

Nahrung

Pfeifenten verbringen viel Zeit mit Fressen, da ihre Hauptnahrung aus schlecht verdaulichen Gräsern besteht. Sie ernähren sich rein vegetarisch. Zum Nahrungsspektrum gehören neben Wasserpflanzen auch Gräser und Kräuter an Land. Sie brauchen zwischen 300 und 400 g an Nahrung pro Tag. Dazu wenden sie nahezu 15 Stunden am Tag auf.

 

Stimme

Der ganzjährig zu hörende, laute, hohe Pfiff der Erpel „whii-u““ hat der Art ihren Namen gegeben. Er wird mithilfe der Syrinx, dem stimmbildenden Organ der Vögel, erzeugt, das sich am anderen Ende der Luftröhre befindet und bei den Männchen zu einer verknöcherten „Trommel“ erweitert ist.

 

Gefährdung/Bestand in Europa

Die Bestände der Pfeifente haben in den letzten Jahren in Nordwesteuropa und an der deutschen Nordseeküste zugenommen.

In Bayern ist die Pfeifente als Brutvogel ausgestorben ("Rote Liste"-Status: 0).

 

 

Weitere Infos/Übrigens/weiterführende Informationen/Wissenswertes

Pfeifenten sind sowohl tagaktiv als auch dämmerungs- und nachtaktiv. In der Nacht können sie außerordentlich gut sehen, da die Rückseite der Augen eine Schicht enthält, die das einfallende Licht reflektiert. Die eigentlichen Sehnerven werden also doppelt vom Licht getroffen. Pfeifenten leben gesellig und sind stets in größeren Gruppen anzutreffen.

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/

http://www.natur-lexikon.com

Steinbachs Naturführer „Wasservögel“. Ulmer Verlag 2001

 

 

 

 

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