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Rundaugen-Mohrenfalter

Steckbrief der Woche: Der Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa)

 

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Unterfamilie: Augenfalter (Satyrinae)

Gattung: Erebia

 

Merkmale

Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu den vier übrigen heimischen außeralpinen Erebia-Arten ist, dass die Ober- und Unterflügelseiten von Erebia medusa gleich aussehen. Sie sind einheitlich braun gefärbt und tragen weiß gekernte Augenflecken, die zentriert in einer meist in Flecken aufgelösten orangefarbenen Binde liegen. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 32 bis 40 mm.

Die Raupen werden ca. 20 mm lang, sind hellgrün bis beige, kurz behaart und tragen eine dunkle Rückenlinie. Auf den Seiten der Tiere kann man mehrere sehr feine, dunkle Längsstriche erkennen.

Die Eier sind schwach längsgerippt, oben abgeplattet, zunächst weißlich, später bräunlich mit rötlicher Musterung.

 

Vorkommen und Lebensraum

Der Rundaugen-Mohrenfalter kommt von Frankreich über Mittel- und Osteuropa vor. Im süd- und mitteldeutschen Bergland und in den Alpen ist er häufig, im norddeutschen Tiefland dagegen fast ausgestorben.

Die Art ist von Trocken- bis zu mageren Feuchtstandorten, vom Offenland bis in das Innere lichter Wälder verbreitet. Typisch für ihn sind magere grasige Brachen mit kniehoher Vegetation.

 

Nahrung

Die Falter saugen Nektar bevorzugt an gelben Blüten wie z.B. an Hahnenfuß-, Fingerkraut- und Habichtskrautgewächsen.

Die Raupen ernähren sich von diversen Grasarten, wobei dünnblättrige Süßgrasarten der Gattung Festuca (v.a. Schaf- und Rot-Schwingel) bevorzugt werden.

 

Fortpflanzung und Flugzeit

Die Weibchen legen ihre Eier an Halmen der Futterpflanzen einzeln oder in kleinen Gruppen ab. Die Raupen überwintern fast völlig ausgewachsen und verpuppen sich erst im nächsten Frühjahr. Manchmal überwintern die Raupen auch zweimal, bevor sie sich verpuppen.

 

Die Falter fliegen in einer Generation von Mitte Mai bis Mitte Juli. Die Raupen findet man von Juli bis April.

 

Quellen

- www.wikipedia.de

- Settele, Josef; Steiner, Roland u.a. (2009): „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“; Eugen Ulmer Verlag Stuttgart

- www.schmetterling-raupe.de

 

 

 

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