logo
FAKTEN+HINTERGRÜNDE

Schwaben Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Mittelfranken Oberfranken Unterfranken
zu den Regionen

 home | Fakten+ Hintergründe | Artenschutz | Arten | Schlammpeitzger

Der Schlammpeitzger

Der Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)

 

Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)

Unterordnung: Schmerlenartige (Cobitoidei)

Familie: Schmerlen (Cobitidae)

Unterfamilie: Steinbeißer (Cobitinae)

Gattung: Schlammpeitzger

 

Körperbau

Diese 20 bis 30 cm langen Fische haben einen drehrunden, nach hinten seitlich abgeflachten Körper mit einer unvollständigen Seitenlinie. Der Körper ist mit kleinen Rundschuppen besetzt. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Am unterständigen Maul sitzen zehn Barteln, sechs an der Ober- und vier an der Unterlippe. Ihre Schlundzähne sind einreihig.

 

Verbreitung

Schlammpeitzger kommen in Mittel- so wie in Osteuropa vor.

 

Lebensraum

Die Fische lieben stark bewachsene Gewässerzonen mit Schlammgrund. Sie sind Bewohner von nährstoffreichen, warmen und vorwiegend kleinen Gewässern wie Tümpel, Weiher, Marsch- und Moorgräben. Aber auch in langsamen Fließgewässern, so z.B. ehemaligen Flussarmen (Altgewässer), sind sie beheimatet.

 

Lebensweise

Die Tiere können in ausgesprochen sauerstoffarmen Gewässern überleben, weil ihre Larven über äußere Fadenkiemen verfügen. Die erwachsenen Tiere sind später in der Lage Darmatmung mit geschluckter atmosphärischer Luft zu betreiben.

 

Nahrung

Schlammpeitzger sind Friedfische. Tagsüber halten sie sich meist im Schlamm verborgen. Erst in der Dämmerung werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Mit ihren Barteln tasten sie nach wirbellosen Tieren.

 

Fortpflanzung

Ab einem Alter von zwei bis drei Jahren sind die Tiere geschlechtsreif.  Laichzeit ist zwischen Mai und Juli. Das Weibchen legt dann zwischen 70.000 bis 150.000 Eier an Pflanzen ab.

 

Bedrohung

Durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten wie Flussmarschen, Sümpfen, Mooren und Aue-Gewässer verliert diese Art mehr und mehr geeignete Lebensräume. Ihre Bestände sind aus diesem Grund in vielen Gebieten stark zurückgegangen. Sie stehen auf der Roten Liste (Bayern und bundesweit) als „stark gefährdet“ (RL 2)

Der Schlammpeitzger ist durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anhang II) in ganz Europa geschützt, zu seinem Schutz sind FFH-Gebiete ausgewiesen worden.

 

Quellen

www.wikipedia.de

Steinbachs Naturführer, 2003, Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co.

 

 

 

 

 

 

Gemeinsam stark

Helfen Sie der Natur