Steckbrief der Woche: Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche (Liliidae)
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Gattung: Schwertlilien (Iris)
Merkmale
Die Sibirische Schwertlilie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 50 bis 100 cm. Von Mai bis Juni trägt sie ein bis drei blauviolette Blüten. Diese sind stark geadert und tragen feine Maserungen. Diese „Saftmale“ dienen Insekten als Wegweiser zum Nektar. Bei der Nektarsuche wird die Pflanze vom Insekt gleichzeitig bestäubt.
Ihre Laubblätter sind 30 bis 80 cm lang und meistens grundständig.
Verbreitung & Lebensraum
Verbreitungsgebiete dieser Art sind Europa, Sibirien und der Kaukasus. Die Art wächst auf kalkhaltigen, feuchtnassen Böden, Sumpfwiesen, in Gräben und auf feuchten Waldlichtungen.
In Bayern ist sie besonders typisch für Feucht- und Streuwiesen des Alpenvorlandes und der Niedermoore.
Gefährdung
Die Sibirische Schwertlilie zählt zu den geschützten Wildpflanzen und kommt nur noch selten vor. In der Roten Liste Deutschlands wird sie als stark gefährdet geführt (RL 2), in Bayern ist sie gefährdet (RL 3).
Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Sibirischen Schwerlilie ein und sichert wertvolle Feucht- und Streuwiesen durch Ankauf oder Pflegemaßnahmen. Moorschutz ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt des BN gerade in Südbayern.
Wissenswertes
Die Sibirische Schwertlilie wird auch als Zierpflanze für Gewässerufer, Rabatten und Naturgärten genutzt. Andere Bezeichnungen für diese Art sind z.B. Wieseniris, Wiesenschwertlilie und Sibirische Iris.
Quellen
www.wikipedia.de
www.gartendatenbank.de
www.natwiss.ph-karlsruhe.de