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Die Violette Holzbiene

 

Steckbrief der Woche: Die Violette Holzbiene (Xylocopa violacae)

 

Klasse: Insekten (Insecta)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)

Familie: Bienen (Apidae)

Gattung: Holzbienen (Xylocopa)
 

Körperbau und Merkmale

Der 21 bis 24 mm lange Körper der violetten Holzbiene erinnert in der Form stark an eine Hummel. Er ist schwarzviolett mit dunkelgrauer, relativ kurzer Behaarung. Die Flügel sind irisierend blauviolett und zum Ende hin bräunlich gefärbt. Beine und Fühler sind auch schwarz. Die Tiere sind von der sehr ähnlichen Holzbienenart Xylocopa valga nur schwer zu unterscheiden.

 

Verbreitung

Die Verbreitung der Art beschränkt sich auf Süd- und Mitteleuropa und auch dort nur bis in eine Höhe von 500 Metern. Da die Tiere warme Gegenden bevorzugen, kommen sie in Mitteleuropa nur selten vor. In Südeuropa dagegen ist sie eine der häufigsten Bienenarten. Die Flugzeit der Holzbiene ist in Mitteleuropa von April bis September.

 

Lebensraum

Die violette Holzbiene bevorzugt warme Lebensräume, wo ausreichend Todholz zu finden ist. Dazu gehören z.B. Talauen mit Streuobstwiesenbeständen, Parkanlagen und Gärten. Auch Weinbaugebiete sind typische Lebensräume für diese Insektenart.

 

Nahrung

Wie alle Holzbienenarten gehört die violette Holzbiene zu den Nektarräubern. Sie saugt mit Hilfe ihres kräftigen Rüssels den Nektar aus den Blütenröhren. Bevorzugt werden dabei Schmetterlings- und Lippenblütler. Allerdings sammeln sie zum Teil auch Pollen von den Blüten.

 

Fortpflanzung

Im April beginnt die Paarung der violetten Holzbiene, nachdem sie in Spalten, selbstgegrabenen Erdröhren oder in ihren Nestern überwintert haben. Die Holzbiene erhielt ihren Namen, weil sie ihre Brutkammern in verdorrten, trockenen Ästen, Baumstämmen oder alten Pfählen, die aber noch nicht morsch sein dürfen, anlegt. Dazu nagt sie an Sonnen beschienenen Stellen lange Röhren in das Holz. Die Burtkammern werden mit einen Proviant an Pollen für die Larven ausgestattet und dann mit je einem Ei bestückt. Danach werden sie mit einer Holz-Speichel-Mischung verklebt. Anschließend werden alle Brutkammern mit einem wasserdichten Sekret überzogen. Nach maximal zwei Monaten findet die Verpuppung statt und die neue Generation an violetten Holzbienen ist unterwegs.  Damit ist die Entwicklung zum ausgewachsenen Tier (Imagines) sehr schnell. Solange die Temperaturen dann noch warm sind, sind die Tiere zu sehen.

 

Wissenswertes

Die violette Holzbiene ist die größte einheimische Bienenart und aufgrund ihrer außergewöhnlichen Färbung eine der Schönsten. Holzbienen gehören zu den so genannten Solitär-Bienenarten. Diese leben nicht wie z.B. die Honigbienen in einem Schwarm, sondern sie sind Einzelgänger. Im Gegensatz zu den meisten anderen solcher Bienearten haben die Weibchen der violetten Holzbiene eine relativ lange Lebensdauer. Sie legen nicht nur ihre Eier ab, sondern leben zusammen mit ihren Nachkommen in einem Nest und das noch weit in den Sommer hinein.

 

Quellen

·        Rietschel, Siegfried (2002): „Insekten – Käfer, Libellen und andere“; BLV Verlagsgesellschaft mbh München

·        www.wikipedia.de

 

 

 

 

 

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