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Jäger im Licht

gefleckte Heidelibelle
Gefleckte Heidelibelle (weibl.)

    ...unter diesem Motto stehen die Aktivitäten im Libellenschutz des
       Bund Naturschutz (BN).

Bei der Faszination, die gerade von den farbenprächtigen, eleganten Libellen ausgeht, ist es kein Wunder, dass sie seit 1983 zu den Schwerpunkten des Artenschutzes im BN zählen. Der BN hat seit über 25 Jahren einen fachlichen und wissenschaftlichen Schwerpunkt in diesem Bereich gesetzt.

Zwischen 1982 und 1992 kartierten BN-Mitglieder flächendeckend auf über 1000 Quadratkilometer die Libellenfauna des Landkreises Coburg und des Obermaintales. Dies war eines der größten Libellenkartierungsprojekte Bayerns.

1983 hatte der BN, Peter Beck und Kai Frobel (Artenschutzreferent des BN) im oberfränkischen Coburg die Organisation der bundesweiten Jahrestagung der deutschen Libellenkundler (Gesellschaft deutsprachiger Odonatologen, GdO) übernommen, die damals erstmals in Bayern stattfand.

Tradition hatten dann die jährlichen Treffen und Fachtagungen aller bayerischen Libellenkundler, die seit 1985 und bis 2001 gemeinsam vom (LfU) und BN  ausgerichtet werden.

Die Erstellung eines bayerischen Libellenatlasses wurde erstmals 1987 angeregt bei einem vom BN unterstützten Arbeitstreffen von Libellenkundlern in der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken in Mitwitz, dort schlug sozusagen die Geburtsstunde des Buches „Libellen in Bayern“.

Zusammen mit der Libellengruppe der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg (NGH) führte der BN seit 1989 umfangreiche Kartierungen von Fließwasserlibellen in Mittelfranken durch. Insbesondere der leider früh verstorbene Libellenkundler Jojo Werzinger erarbeitete mit seinem Team bahnbrechende Ergebnisse zum Vorkommen von Arten wie der Grünen Keiljungfer.

1992 gibt der BN zusammen mit der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg und dem Bezirk Mittelfranken ein bundesweit beispielhaftes Faltblatt zu Fließwasserlibellen heraus, wo erstmals ein einfacher Bestimmungsschlüssel mit einem attraktiven Faltblatt verknüpft wurde.

1997 war der BN zusammen mit dem LfU und der NHG erneut der Ausrichter der Bundestagung der „Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen“, diesmal in Nürnberg mit weit über 200 Teilnehmern.

Zu dieser Tagung erscheinen mit dem Motto  „ Jäger im Licht“ ein attraktives BN-Plakat und BN-Aufkleber mit der seltenen Fließwasserlibelle Grüne Keiljungfer als Motiv.

Buchtitel: Libellen in Bayern


Im Dezember 1998 stellten der damalige bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf und Prof. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN, das gemeinsam vom (LfU) und Bund Naturschutz herausgegebene Buch Libellen in Bayern der Öffentlichkeit vor.
Das Grundlagenwerk ist ein großartiges Gemeinschaftsprojekt von über 200 bayerischen Libellenkundlern. Dieses Buch führt das Spezialistenwissen endlich aus der Nische der reinen Fachliteratur und der Datenbanken heraus und erreicht jedermann in einer höchst ansprechenden Form.

Seit 1999 wurden eine Reihe von BN-Forschungsvorhaben zu Libellen durchgeführt, oft im Rahmen von „GlücksSpirale-Projekten“. Detailliertere Informationen zu diesen Kartierungs- und Forschungsprojekten finden Sie hier!

2005 führte der BN im Auftrag des LfU eine landesweite Voruntersuchung zu einem Artenhilfsprogramm für einige besonders bedrohte Libellenarten durch (Vogel- und Helm-Azurjungfer, Große und Nordische Moosjungfer).

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