Moorrenaturierung im Deininger Moos
Das Deininger Moos liegt im Nordteil des Naturraumes Ammer-Loisach-Hügelland in den Landkreisen München und Bad Tölz – Wolfratshausen. Der BN ist mit 4,24 Hektar einer der größten Eigentümer des 17 Hektar umfassenden Moorkomplexes im Landkreis München. Das Deininger Moos ist Teil des FFH-Gebietes „Moore zwischen Dietramszell und Deining“ und seit 1992 ein wichtiges Kerngebiet im landesweiten Biotopverbundsystem BayernNetz Natur.
Im Oktober 2010 wurden auf dem BN-Grundstück über tausend Bäume entnommen und Dämme an den Entwässerungsgräben errichtet. Diese Maßnahmen zur Renaturierung des Moorkörpers dienen dem Klimaschutz und der Biodiversität gleichermaßen. Die Maßnahmen im Deininger Moos werden aus Mitteln des Klimaprogramms Bayern 2020 Teil Moore finanziert.
Läuft alles nach Plan, ist der gesamte Moorkomplex im Frühjahr 2011 renaturiert. Moore sind Lebensraum für viele spezialisierte und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Der Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Biodiversität, aber auch für den Klimaschutz. Denn Moore sind wichtige Kohlenstoffspeicher.
Der Moorkomplex südlich des Deiniger Weihers bildet die größten Flächen an Hoch- und Übergangsmooren im Landkreis München. Als botanische Besonderheiten kommen die sehr seltene Strauch-Birke (Betula humilis) und die in Bayern stark gefährdete Heidelbeere-Weide (Salix myrtilloides) vor. Seit die Streuwiesenmahd vor etwa 60 Jahren aufgegeben wurde, hatte sich auf den Flächen ein Fichtenwald mit Moorbirken und Waldkiefern entwickelt. Die Gräben entwässerten das Moorgebiet in Richtung des Moosbachs und beeinträchtigten seine Funktionsfähigkeit.
Hauptziel der Renaturierung des Deininger Mooses ist die Wiederherstellung eines natürlichen Wasserspiegels. Dazu wurden die noch wasserführenden Entwässerungsgräben nach Entnahme eines Großteils der Waldbäume durch Dämme angestaut.
Mit diesen Maßnahmen auf seinem Grundstück leistet der BN einen bedeutenden Beitrag für den Klimaschutz, den Wasserrückhalt und die biologische Vielfalt im Großraum München.
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