logo
FAKTEN+HINTERGRÜNDE

Schwaben Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Mittelfranken Oberfranken Unterfranken
zu den Regionen

 home | Fakten+ Hintergründe | Artenschutz | Natura 2000 Monitoring

Natura 2000 Monitoring

Monitoring zum Erhalt der biologischen Vielfalt in und außerhalb der Natura 2000-Gebiete

 

Nach der FFH-Richtlinie sind die Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, den Schutzerfolg der FFH-Richtlinie regelmäßig zu überwachen und zu überprüfen (Art. 11) und der EU-Kommission im Abstand von 6 Jahren zu berichten (Art. 17).

Monitoring und Berichte sind zentrale Bestandteile des Schutzkonzeptes der FFH-Richtlinie, denn ohne wirksame Kontrolle des aktuellen Zustandes und der ständigen Veränderungen der Arten und Lebensräume kann nicht überprüft werden, ob die Zielsetzungen tatsächlich erreicht werden. Das Monitoring umfasst sowohl die Natura 2000-Gebiete als auch alle Lebensräume und Arten der Anhänge I, II, IV und V der FFH-RL und die Artendes Anhangs I der Vogelschutz-RL außerhalb der Natura 2000-Gebiete.

Das flächendeckende und für die Schutzgebiete vertiefte Monitoring ist eine entscheidende Verbesserung hinsichtlich der bisherigen Schutzgebiete, deren tatsächliche Entwicklung vielfach nicht mehr weiter beobachtet wird. 

BN/ BUND und LBV/ NABU haben in einem Leitfaden zusammengefasst, welche Anforderungen die Naturschutzverbände an Inhalt, Umfang, Kosten, Umsetzung und Zeitrahmen des Monitorings stellen.

Hier: Kurzfassung und Langfassung als pdf zum download.

 

Auch die Berichte sind eine entscheidende Verbesserung, da nun erstmals EU-weit nach standardisierter Methode alle 6 Jahre ein Überblick über den Erhaltungszustand gegeben werden muss. Die erste Berichtsperiode nach Art. 17 FFH-RL war von 1994-2000, es wurde aufgrund der Verzögerungen bei der Gebietsmeldung noch kein richtiger Bericht über die Umsetzung abgegeben.

Über die zweite Berichtsperiode 2001-2006 haben die Mitgliedstaaten 2007 an die Kommission berichtet. Da sich auch hier noch die Verzögerungen bei der Gebietsauswahl niederschlagen und noch kein Monitoringsystem etabliert ist, wird wohl erst der dritte Bericht (2007-2012) auf der Basis eines etablierten Monitoringsystems an Umfang und Detailschärfte tatsächliche Beurteilungen der Entwicklung zulassen. Dennoch sind die Ergebnisse des 2. Berichtes EU-weit und auch für Deutschland schon sehr gehaltvoll und offenbaren den dringenden Handlungsbedarf:
hier der Bericht der EU (in deutsch)
hier eine Zusammenfassung für Deutschland

 

 

 

Gemeinsam stark

Helfen Sie der Natur