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Wanderfalke

Der Wanderfalke  

Dieser zur Familie der Falken und zur Ordnung der Falkenartigen gehörende Greifvogel erlebte in den letzten Jahren durch intensive Schutzbemühungen von Umweltverbänden eine Bestandsstabilisierung. Dank Schutz  leben in Deutschland wieder um 860 Brutpaare. 
Wanderfalken sind weltweit verbreitet (Europa, Asien, Afrika, Nord-Südamerika, Australien, Tasmanien, pazifische Inselwelt)

Wanderfalke

Bestandstief überwunden

Luftakrobaten: schnellster Vogel der Welt
Der Wanderfalke ist ein kräftiger, spitzflügeliger und verhältnismäßig kurz-schwänziger Falke mit einer dunklen, blaugrau-schiefergrauen Oberseite mit hellerem Hinterrücken, sehr deutlichen Bartstreifen und heller Vorderbrust. Flügelspannweite: 80-117 cm.  das Weibchen ist etwa bussardgroß, das Männchen deutlich kleiner.
Seine Nahrung fängt der Wanderfalke im Flug - er ist der schnellste Vogel der Welt und erreicht konkurrenzlose Spitzengeschwindigkeiten von 340 km/h oder mehr , auch wenn verlässliche Radarmessungen bisher nur Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h ergeben haben. Er fängt fast ausschließlich fliegende Vögel, wobei er gerne auf geschwächte Tiere geht. Dadurch leistet er einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung einer Population. 
Hat sich ein Paar gefunden, bleibt es sich un dem Brutrevier oft ein Leben lang treu. Die Eiablage erfolgt im März/April. das Gelege umfasst 3-4 Eier, die ca. 28-29 Tage von beiden Partnern bebrütet werden. Nach einer Nestlingszeit von 35–42 Tagen fliegen die Jungen aus. Sie müssen den Fangflug erst spielerisch erlernen. Dazu fliegt der eine Alvogel mit Beute über dem Jungvogel und läßt die Beute fallen, und der andere Altvogel fliegt unter dem Jungvogel und fängt die Beute bei Fehlversuchen wieder auf. 


Lebensraum
sehr vielseitig, u.a. offenes oder nur leicht bewaldetes Gelände, lockeres Waldland, steile Flusstäler, tiefere Gebirgslagen. Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein: ein gutes Nahrungsangebot (reiches Vogelleben) und ein sicherer Brutplatz. In einigen Städten zum Kulturfolger geworden. Er brütet dann in hohen Gebäuden wie Kirchtürmen, alten Fabriken, o. ä. und jagt auf die unzähligen Stadttauben der jeweiligen Städte.

Gefährdung
Bestehende Gefährdungsursachen sind neben Waldsterben, Umwandlung von Laub- in Nadelwälder oder neue Straßen. Auch an Stromleitungen kommen immer wieder Greife um. Vereinzelt werden Bruten noch durch Kletterer gefährdet.

Vor allem durch intensive Verfolgung sowie Belastung mit Umweltgiften wie u.a. DDT, HCB, PCBs waren die Bestände des WAnderfalken und anderer Greifvögel in der Mitte des letzten Jahrhunderts z.T. katastrophal zusammengebrochen. In Deutschland konnte sich nur noch ein kümmerlicher Restbestand des Wanderfalken in Baden-Württemberg und in den Bayerischen Alpen halten. Durch die Einführung einer ganzjährigen Schonzeit 1970 und durch das Verbot der Anwendung bzw. Herstellung bestimmter Biozide im Laufe der 70er Jahre konnten sich die meisten Arten von ihrem Bestandstief erholen.
Greifvögel unterliegen dem Jagd- und Naturschutzrecht. Seit 1979 sind sie zudem durch die europäische Vogelschutzrichtlinie  geschützt. Damit ist die Wiedereinführung einer Jagdzeit auch nach EU Recht nicht möglich.

 

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