Wil(d)kommen in Bayern ?
Der Bund Naturschutz setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, dass alle ursprünglich in Bayern heimischen großen Wildtiere hier wieder Lebensraum finden. Erfreulich ist, dass seit Beginn der 90er Jahre internationale Artenschutz-Bemühungen wirken und durch den Menschen ausgerottete Wildtiere den Weg zurück nach Deutschland und Bayern finden: Luchse und Wölfe kommen aus Polen und Tschechien, Luchse breiten sich innerhalb Deutschlands aus, Bären und Wölfe kommen aus den Alpen-Populationen Sloweniens oder Italiens in die bayerischen Alpen.
Erstes Beispiel der Rückkehr war das Auftauchen des Braunbären "Bruno" im Frühsommer 2006, der aus den italienischen Alpen bis in die bayerischen Alpen gewandert ist. Er hat uns gezeigt: dass der Lebensraum geeignet wäre und es nur darauf ankommt, dass wir Menschen die Rückkehrer willkommen heißen, die internationalen Artenschutzprojekte zum Schutz dieser Tierarten Erfolge haben und sich einzelne Jungtiere ausbreiten, die breite Öffentlichkeit die Rückkehrer herzlich begrüßt und als Bereicherung angesehen hat, dass Bayern auf die Rückkehr großer Wildtiere nicht vorbereitet ist.
Der BN konnte leider nicht verhindern, dass der Bär abgeschossen wurde.
Es war jedoch Anlaß, dass das vom BN seit langem geforderte Wildtiermanagement in Bayern endlich konkret begonnen wurde. Es soll die Rückkehrer Bär, Luchs und Wolf wieder bei und mit uns leben lassen und bei Konflikten der Bevölkerung und den Nutztierhaltern vor Ort Informationen und Lösungen bieten.
Mittlerweile liegen für Bär, Wolf und Luchs jeweils Managementpläne vor, die hierfür erste Ansätze bieten (zum download unter www.natur.bayern.de). Sie wurden von einer Arbeitsgruppe aus Land- und Almwirten, Jägern, Naturschutzverbänden (auch BN) und anderen erarbeitet.
Aktuell wird das Wildtiermanagement auf eine Bewährungsprobe gestellt: Seit Anfang 2010 hat sich ein Wolf im Mangfallgebirge niedergelassen. Die Almbauern fordern seinen Abschuss und den Alpenraum als "no-go-Area" für den Wolf, der BN fordert ein Lebensrecht für den Wolf und die Erarbeitung konkreter an die örtliche Situation angepasster Lösungen für die Schafhalter. Zu diesem Brennpunkt hier mehr Informationen.
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