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Bayerisches Wildtiermanagement

Ein Plan für den Wolf

Um Konflikte abzumildern, Lösungen zu finden und einen vernünftigen Umgang mit dem Wolf und den anderen großen Beutegreifern Bär und Luchs zu erreichen, gibt es in Bayern die Steuerungs- und Arbeitsgruppe „Große Beutegreifer“. Sie hat sich nach dem Abschuss des Bären „Bruno“ im Jahr 2006 beim bayerischen Umweltministerium gebildet. In der Arbeitsgruppe sitzen alle an einem Tisch: Naturschützer und -nutzer, von Umweltverbänden über Schafhalter und Berufsjäger bis hin zu den Behörden. Hier werden unter Berücksichtigung der sehr unterschiedlichen Interessen in regelmäßigen Sitzungen Managementpläne für die Beutegreifer erstellt. Auch für den Wolf gibt es einen solchen Plan (Wolfs-Managementplan zum download); er muss nun wegen des ersten sesshaften Wolfs in Bayern weiterentwickelt werden.

Managementpläne regeln beispielsweise die Ausgleichszahlungen, die Nutztierhalter für gerissene Tiere erhalten. Verantwortlich für die Genehmigung der Auszahlung und deren Höhe in jedem Einzelfall ist eine Trägergemeinschaft aus Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und Wildland Stiftung des Bayerischen Jagdverbandes, die gemeinsam mit dem Bayerischen Naturschutzfonds die Ausgleichszahlungen auch finanzieren. Ein „Netzwerk Große Beutegreifer“, bestehend aus geschulten Jägern, Landwirten, Förstern und Naturschützern, begutachtet gerissene Tiere und stellt fest, ob tatsächlich ein Wolf oder nicht doch ein wildernder Hund verantwortlich war. War es ein Wolf, wird der Schaden ersetzt.

Der BN arbeitet intensiv daran mit, dass für ein Zusammenleben mit dem Wolf bald Lösungen gefunden werden, die auch für die Nutztierhalter tragbar sind. Die wichtigste Rolle werden hier vermutlich Herdenschutzmaßnahmen spielen.

 

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