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Mythen und Fakten in Kurzform

 

Es heißt: Hungrige Wölfe greifen auch Menschen an.

Falsch! Der Mensch gehört nicht ins Beuteschema des Wolfs. Die Tiere meiden den direkten Kontakt mit Menschen. Unfälle sind extrem selten, es werden mehr Menschen pro Jahr durch den "besten Freund des Menschen" getötet: Haushunde haben in Deutschland jährlich 30.000 bis 50.000 Bissverletzungen und drei bis vier getötete Menschen zur Folge.

 

Es heißt: Der Wolf braucht Wildnis. Bayern ist als Lebensraum ungeeignet.

Falsch! Wölfe sind sehr anpassungsfähig. In den bayerischen Mittelgebirgen und den Alpen finden sie ausreichend Beutetiere und Rückzugsräume.

 

Es heißt: Die Biodiversität in den Alpen nimmt ab, die Schäfer müssen die Beweidung mit Schafen aufgeben. Rauhfußhühner werden gestört.

Falsch: die Beweidung mit Schafen kann weiterhin stattfinden, es müssen aber (wieder) Sicherungsmaßnahmen (Behirtung, Herdenschutzhunde) erfolgen. Für vom Wolf getötete Schafe gibt es Entschädigungen (Verluste gab es schon immer auch durch andere Ursachen wie Fuchs, Hunde oder Blitzschlag). Für angebliche Störungen von Rauhfußhühnern gibt es keinerlei Belege.

 

Es heißt: Der Wolf ernährt sich vor allem von Nutztieren.

Falsch! In wildreichen Gebieten ernähren sich Wölfe fast ausschließlich von wildlebenden Huftieren wie Rothirsch, Wildschwein oder Reh (Beispiel Lausitz: 95,5 %).

 

Es heißt: Zuwandernde Wölfe dürfen geschossen werden.

Falsch! Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Eine Tötung ist nur unter sehr strengen Ausnahmebedingungen möglich (die beim "Mangfall-Wolf" nicht vorliegen)

 

Es heißt: Der Wolf bringt die Tollwut.

Falsch! Es ist keine Rückkehr der Tollwut zu befürchten, die in Deutschland seit 2008 als ausgerottet gilt.

 

Es heißt: Wolfsrudel sind wilde Jagdmeuten.

Falsch! Das Wolfsrudel ist eine Kleinfamilie. Es besteht meist aus fünf bis zehn Tieren: dem Elternpaar, das meist auf Lebenszeit zusammenbleibt, den Welpen und den Jungtieren aus dem Vorjahr.

 

--> Ausführliche Informationen hierzu auf den einzelnen Themenseiten zum Wolf.

 

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