Geschichte eines Erfolges
 
Das bisher erfolgreichste deutsche Wiedereinbürgerungsprojekt wurde von Hubert Weinzierl und anderen namhaften Naturschützern 1966 gestartet.
Hundert Jahre lang waren die Riesennager in Bayern ausgerottet. Die Übermacht derer, die ihnen auf den Pelz rückten, war einfach zu groß. Biberpelz für Mützen und Mäntel, Bibergeil, ein Drüsensekret gegen körperliche Gebrechen aller Art, und Biberfleisch, das findigen Kirchenmännern als Fastenspeise galt, waren die Hauptgründe. 1867 machten die Nachstellungen dem letzten bayerischen Biber den Garaus.
1966 kamen die fleißigen Holzarbeiter nach Bayern zurück - in der Transportkisten des Bundes Naturschutz, der mit diesem Aussetzungsprojekt die Donau zum Ausgangspunkt für die erfolgreiche Wiederbesiedlung machte. Insgesamt hatte der Bund Naturschutz mit Genehmigung der Behörden bis 1980 etwa 120 Biber in Bayern angesiedelt. Heute beträgt der Biberbestand schätzungsweise 12.000 Tiere in etwa 3000 Biberrevieren.
Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen, wenn uns nicht viele Menschen mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen über all die Jahre zur Seite gestanden wären!
Biberschutz ist Auenschutz
Dank der Arbeit des Bundes Naturschutz gibt es heute in Bayern wieder Biber. Das Tier alleine ist es wert, für seinen Schutz einzutreten. Aber es gibt noch andere gewichtige Argumente, den größten Nager Europas unter allen Umständen in Bayern zu halten: Denn der Biber "zimmert" auch anderen Tierarten der Flussauen wichtige Lebensräume. Wo der Biber das Gewässer gestaltet, verbessert er die Lebensbedingungen für den Fischotter, den Schwarzstorch und zahlreiche Amphibien- und Libellenarten.
Wo der Biber dauerhaft und ohne Probleme leben kann, muss die Flußaue noch in Ordnung sein! Kaum ein anderes Tier ist als Leitart einer intakten Auenlandschaft besser geeignet. |