Baumeister der Wildnis
Kostenlos und "Hand in Pfote" mit der Wasserwirtschaft renaturiert der Biber begradigte Flüsse und Bäche. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten! Die Artenzahl steigt sprunghaft an. Darunter sind auch ehemalige Allerweltsarten, wie der Laubfrosch, die heute leider immer seltener werden. Neben vielen anderen Arten nutzt er im Biberrevier die flachen, von der Sonne aufgewärmten Uferzonen des Biberbiotops, während er sich am Tag gleich nebenan in der neu entstandenen Schilfzone versteckt.
Doch auch Fische profitieren enorm. Die Reste einer Bibermahlzeit, wie z.B. abgenagte Weidenäste bieten jetzt der Fischbrut Versteckmöglichkeiten. Während sich die kleinen Fische wie auch die Kaulquappen der Frösche, Kröten und Molche in den flachen Gewässerabschnitten tummeln, stehen in den tiefen Stellen gleich am Biberdamm die größeren Fische und warten auf Nahrung.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass neben einer höheren Zahl an Fischarten auch das Gewicht der einzelnen Tiere steigt. Auch die Fischdichten können in Biberrevieren 80mal höher sein als in Biberfreien Gewässern.Denn der Biber schafft mit seinen Dämmen und Burgen neue Strukturen im Wasser, die von den Fischen dankend angenommen werden. So ist auf der Rückseite des Damms das Wasser klar gefiltert und die Bachsohle kiesiger. Hier finden Forellen und Äschenideale Laichplätze.
Selbst liegengebliebene Bäume sind ein Segen für die Flussökologie. In der Strömung verwirbeln sie das Wasser, reichern es mit sauerstoff an und bieten mit ihrem Astgewirr den Fischen exzellenten Unterschlupf und Brutstätte. Nicht umsonst bringen auch Fischereivereine künstlich Baumstämme ins Wasser ein - der Biber macht dies kostenlos