logo
FAKTEN+HINTERGRÜNDE

Schwaben Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Mittelfranken Oberfranken Unterfranken
zu den Regionen

 home | Fakten+ Hintergründe | Energie und Klima | Aktuelle Informationen zur Atompolitik

Demonstration Fukushima Jahrestag in Gundremmingen

3000 demonstrieren für die sofortige Abschaltung des AKW Gundremmingen

Mitten im Regierungsbezirk Schwaben zwischen Augsburg und Ulm steht Deutschlands größtes Atomkraftwerk, Deutschlands größtes Atommüllager und Deutschlands Plutoniumzentrum. Außerdem hat das AKW als letzter Siedewasserreaktor in Deutschland besondere Risiken. Und gerade diesem Atomkraftwerk wurde aus wirtschaftspolitischen Gründen im Vergleich zum Rot-Grünen-Ausstiegsbeschluss eine Laufzeitverlängerung bis 2021 zugestanden.

Am 11. März 2012, genau ein Jahr nach Beginn der Reaktorkatastrophe in Fukushima fanden an mehreren Atomstandorten in Deutschland große Demos statt. Auch anderswo in Europa gab es Aktionen, die erinnern, mahnen und lautstark den Ausstieg aus der Atomenergie. In Gundremmingen demonstrierten 3000 Atomkraftgegner für ein sofortiges Abschalten des Risiko-Reaktors Gundremmingen.

Martin Geilhufe, Landesvorstandsmitglied des Bund Naturschutz und der Jugendorganisation Bund Naturschutz (JBN) kritisierte in seiner Rede in Gundremmingen Bundeswirtschaftsminister Röser, der mit seiner Solarkürzungspolitik die Energiewende zu Fall bringen will. "Dabei ist der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke nicht nur unverantwortlich, sondern auch generationenungerecht", so der 26 Jährige Geilhufe."Jedes Jahr fallen allein in Gundremmingen 50.000kg Atommüll an, mit dem keiner weiß, wohin! Und deshalb muss es darum gehen, sofort abzuschalten!"

AKW Gundremmingen

Kühltürme des Kernkraftwerkes Gundremmingen

AKW Gundremmingen – sofort abschalten

Das größte Atomkraftwerk Deutschlands direkt vor unserer Haustüre – zwischen  Augsburg und Ulm ist besonders gefährlich:

  • Bleiben die 8 Alt- und Pannenreaktoren abgeschaltet, stehen in Gundremmingen die letzten zwei deutschen Siedewasserreaktoren (gleicher Reaktor-Typ wie in Fukushima).
  • Von den 784 Brennelementen pro Reaktor sind nach Erlaubnis der Bayerischen Staatsregierung 300 vom Typ MOX, welche besonders viel des gefährlichen Elementes Plutonium enthalten.
  • Die Siedewasserreaktoren in Gundremmingen haben im Unterschied zu Druckwasserreaktoren nur einen Hauptkreislauf, so dass radioaktiv kontaminierter Dampf ins Maschinenhaus und an die Turbinen außerhalb des Reaktorgebäudes kommen kann. Die Freisetzungsgefahr von Radioaktivität ist damit besonders erhöht.
  • Die gefährlichen Abklingbecken für Brennelemente sind wie in Fukushima außerhalb des Sicherheitsbehälters angeordnet. Dort lagern über 4000 hochgefährliche Brennelemente und damit mehr als doppelt so viele wie in Fukushima. Ein Problem mit der Kühlung könnte katastrophale Folgen für Süddeutschland haben.
  • Die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren nimmt mit der Nähe zum Reaktorstandort nach einer Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz deutlich zu. Aus Siedewasserreaktoren entweicht im Durchschnitt mehr Radioaktivität über den Kamin und das Abwasserrohr an die Umwelt als aus Druckwasserreaktoren.
  • Nur in Gundremmingen laufen noch zwei Reaktoren an einem Standort, was – wie wir in Fukushima gesehen haben – bei einem Unfall in einem Reaktor auch zur Unbetretbarkeit des anderen Reaktors führen kann.
  • Mit einer Nettoleistung von 1284 (Block B) und 1288 (Block C) Megawatt elektrisch ist Gundremmingen das größte AKW Deutschlands.

Der Bund Naturschutz fordert die sofortige Abschaltung des Risikoreaktors Gundremmingen!

 

Radioaktive Emissionsspitze zu Revisions-Beginn des Atomkraftwerks Gundremmingen

IPPNW warnt vor den wahrscheinlichen gesundheitlichen Folgen solcher Emissionsspitzen. Besonders gefährdet sind ungeborene Kinder im Mutterleib. 

 

Bund Naturschutz kritisiert MdB Stefan Stracke wegen dessen unkritischer Haltung zu Risiken des AKW Gundremmingen

In einem offenen Brief vom November 2011 kritisiert der Bund Naturschutz den Bundestagsabgeordneten Stefan Stracke aus dem Wahlkreis Ost- und Unterallgäu für dessen verharmlosende Aussagen zu den Risiken des AKWs Gundremmingen.

Günzburger Erklärung Juni 2011

Es wurde die Günzburger Erklärung im Juni 2011 von im Schwabenenergierat verbündeten politischen Organisationen  Aktionsbündnis „Atomausstieg jetzt!“ Region ULm/Neu-Ulm, AntiAtom-Oberallgäu, Bund Naturschutz in Bayern e.V., BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bezirksverband Schwaben, DIE LINKE Schwaben, FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V., Mahnwache Gundremmingen, ÖDP Bezirksverband Schwaben, Piratenpartei Be-zirksverband Schwaben erstellt. 

 

Weitere Informationen zum AKW Gundremmingen erhalten sie in unserem Infoflyer.

 

Informationen zu den besonderen Gefahren des AKW Gundremmingen finden sie in der Pressemitteilung vom 6.6.2011.
 

 

Aktuelle Informationen zur Atompolitik

 

Gemeinsam stark

Helfen Sie der Natur