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Atomenergie

Atommüll in Asse
...aus den Augen, aus dem Sinn?

Entsorgung? Fehlanzeige!

Nur in 18 (von 46) europäischen Staaten werden Atomkraftwerke betreiben. Dort wurden bereits mehr als 100.000 Tonnen hochradioaktiven Atommülls erzeugt und notdürftig gelagert. Entsorgt wurde bisher noch nicht ein einziges Kilogramm.

Wie Atommüll sicher über mehr als 1 Mio. Jahre von der Umwelt ferngehalten werden soll, ist bis heute in keinem der betroffenen Länder geklärt.

Ein Loch in die Erde graben und den Atommüll darin den zukünftigen Generationen überlassen, das ist keine sichere Entsorgung.

Der Standort Gorleben - den die niedersächsische Landesregierung 1979 favorisierte, weil er von drei Seiten von der DDR-Grenze umgeben war - ist aus geologischen Gründen unbrauchbar: Die Elbe hat in den letzten zigtausend Jahren das Deckgebirge mit sich gerissen, Wassereinbrüche drohen dort genauso wie im mittlerweile abgesoffenen "Versuchsendlager" Asse.

Größte Probleme brachte schon die Grabung des Probeschachts 1 in Gorleben. Die Ausbaufirma und die Behörden bekommen Wassereinbrüche und grobe Verformungen des Deckgebirges nicht in den Griff. Am 12. Mai 1987 stürzt ein 1,5 t schwerer Ausbauring aus Stahl ab und erschlägt einen Bergarbeiter, 20 Meter über dem Niveau, bei dem der Salzstock erwartet wurde. Der Unglücksschacht wurde mit einem Magerbetonpropfen verfüllt, erst Anfang 1989 ging es mit den Teufarbeiten weiter.

Der "Versuch" mit Salzstöcken ging also in jeder Beziehung daneben.

Atommüllberg wächst und wächst.

Bis zum Jahre 2000, als der "Atomausstieg" beschlossen wurde, wurden in westdeutschen Atomreaktoren mehr als 9.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll erzeugt. Der sog. "Atomausstieg" wird diese Menge bis 2023 verdoppeln. Mit jedem weiteren Jahr Laufzeitverlängerung würde der deutsche Atommüllberg um 500 Tonnen anwachsen. Das wären bei 20 Jahren Laufzeitverlängerung (wie es das Bundeswirtschaftsministerium oder das Bayerische Wirtschaftsministerium vorsehen) zusätzlich 10.000 Tonnen.

Unverantwortlich angesichts der ungelösten Entsorgung.

 

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