7. Schafft Atomkraft Arbeitsplätze?
Im Gegenteil: Die deutsche Atomindustrie hat in den letzten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze verloren, weil keine Atomkraftwerke mehr bestellt wurden.
Zigtausende neuer Arbeitsplätze gäbe es aber bei der Wärmedämmung (Baugewerbe). Die erneuerbaren Energien stellen bereits jetzt 130 000 Arbeitsplätze bereit, mit stark steigender Tendenz.
Der Umsatz der Erneuerbare-Energien-Branche lag 2004 bei 11,6 Mrd. Euro, wovon 6,5 auf die Errichtung und 5,1 auf den Betrieb der Kraftwerke entfielen.
In der Windbranche allein waren es 2004 über 50000 Arbeitsplätze, mit wachsenden Anteilen in der Exportwirtschaft.
Bei der Photovoltaik waren es über 10000 Arbeitsplätze.
Ende 2004 lag die Gesamtleistung aller deutschen Solarstromanlagen etwas über 700 MW. Nach der grundlegenden Studie von Kaltschmitt und Wiese gibt es in Deutschland photovoltaisch gut nutzbare Dach- und Fassadenflächen (Süd, Südost und Südwest) für mehr als 80000 MW. Da steckt also noch ein gigantisches Wachstums- und Arbeitsplatzpotential drin.
Bei der Windkraft und neuerdings auch bei Photovoltaik (Solarstrom) ist Deutschland Weltmeister mit besten Chancen auch auf Arbeitsplätze für den Export. Deutsches kwow-how ist weltweit gefragt.
Dr. Peter Ramsauer (Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im deutschen Bundestag: "Wir haben ein immenses Wachstum beim Ausbau des Solarstroms. Das ist eine gigantische weltwirtschaftliche Chance für Deutschland, denn 80 Prozent der Wertschöpfung bleiben in unserem Land." (28.1.2006)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
ERNEUERBARE ENERGIEN IN ZAHLEN -
NATIONALE UND INTERNATIONALE ENTWICKLUNG
- Stand: Juni 2005 -