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Staudinger 6

Obwohl das Bundeswirtschaftsministerium kürzlich einräumen musste, dass der Inlandsabsatz von Kohle-, Gas- und Atomstrom seit Jahren abnimmt und Strom aus Erneuerbaren in den nächsten 5 Jahren weitere 90 Mrd. Kilowattstunden verdrängen wird, will e.on sich am Main bei Aschaffenburg ein Kohlekraftwerk mit einem Ausstoß von 6 Mio. Tonnen Kohlendioxid im Jahr genehmigen lassen: Staudinger 6.

 

Energie und Klima

Protest gegen das Kohlekraftwerk Staudinger (am Mikrofon der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner)


Eindrucksvoller Protest gegen „Kohlesaurier“

Zum Auftakt der Erörterungstermine für das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren verdeutlichten am 10. November im hessischen Großkrotzenburg Vertreter des Bundes Naturschutz (BN), des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und örtlicher Bürgerinitiativen mit fantasievollen Protestaktionen ihren Widerstand gegen den geplanten Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger an der hessisch-bayerischen Grenze.

Trotz der geplanten Stilllegung von drei alten Kraftwerksblöcken würde bei Genehmigung des neuen Kohleblocks 6 die Region zusätzlich mit drei Miollionen Tonnen CO2 pro Jahr belastet. Unzureichend untersucht sind bis heute die Auswirkungen der Schadstofffracht für wertvolle Biotopflächen und die Erholungsgebiete der benachbarten Spessartgemeinden. Auch deshalb sprachen sich etliche Kommunalpolitiker gegen diese anachronistische Planung aus.

In seinem Eingangsstatement forderte bei dem Erörterungstermin der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner das Einschalten unabhängiger Fachgutachter und die Einbeziehung der Umweltfolgekosten in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Bei dem auf zwei bis drei Wochen angesetzten Erörterungstermin wird der BN unter anderem durch Rechtsanwältin Ursula Philipp-Gerlach, Fachgutachter, den BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner, sachkundige Mitglieder der Kreisgruppe Aschaffenburg und hauptamtliche Mitarbeiter vertreten sein.

Der Bund Naturschutz wird dabei nicht nur die zahlreichen Schwachstellen der Planung anprangern, sondern auch verdeutlichen, dass weitere Investitionen in den Ausbau dieses Kohlesauriers weder mit nationalen noch mit internationalen Klimaschutzzielen vereinbar sind.

Mehr Info
Website des Bundes Naturschutz Aschaffenburg


Für Rückfragen
Helmut Schultheiß
Regionalreferent für Unterfranken
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 14
helmut.schultheiss(at)bund-naturschutz.de

 

 

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