Bund Naturschutz-Informationen zur Agro Gentechnik: Gegenstellungnahme zur Broschüre „Daten + Fakten + Ziele – Zwölf Eckpunkte zur Grünen Gentechnik“ des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Die BN Stellungnahme bietet wichtige Zahlen, Fakten und Argumente für die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Agrogentechnik und ist insbesondere auch für Lehrer/innen und Schüler/innen geeignet.
Bei näherer Durchsicht der Broschüre des Staatsministeriums stellen sich Zweifel ein, ob der „Sachstandsbericht zur Grünen Gentechnik“ wie dort angegeben, dem Anspruch einer umfassenden und sachlichen Information gerecht wird.
Schon bei der Darstellung des Sachstandes warnt der Bund Naturschutz, dass GVO – Anbau unnötige Risiken birgt. Das Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz schreibt nicht, dass über 80 % der weltweit angebauten GVO herbizidresistent sind und dem breiten Einsatz der entsprechenden Herbizide dienen sowie den Anbau von Monokulturen vereinfachen. Mit nachhaltiger Landwirtschaft hat das nichts zu tun. Weltweit werden sehr wohl noch gentechnikfreie Sojabohnen angebaut, auch wenn die internationalen Multis einen anderen Eindruck erwecken wollen. Neuere Daten aus den USA belegen klar, dass der Anbau von herbizidresistenten (HR) Pflanzen nicht zur Reduktion der Herbizidmengen führt. Im Gegenteil, der Anbau von HR-Soja, -Mais und –Baumwolle führte im Verlauf von neun Jahren zu einer Zunahme des Herbizideinsatzes von 62.500 t allein in den USA (www.biotech-info.net).
Weitere Kapitel sind den Themen Wettbewerbssituation, Sicherheitsbewertung von GVO, Akzeptanz und Politik auf dem Gebiet der Agrogentechnik gewidmet.
Als download (pdf): Kurzfassung: Stellungnahme des Bundes Naturschutz zu den „Zwölf Eckpunkte zur Grünen Gentechnik“
Ausführliche Stellungnahme des Bundes Naturschutz zur Broschüre des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (2003) „Daten + Fakten + Ziele - Zwölf Eckpunkte zur Grünen Gentechnik“
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