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Demo und Kundgebung
"Wir haben es satt! - Bauernhöfe statt Agrarindustrie"
am Samstag, 21.01.2012, um 11.30 Uhr in Berlin.

Schätzungsweise 23000 Teilnehmer forderten auf der Demonstration am
21. Januar eine Neuausrichtung der Agrarpolitik. Ein Großbündnis aus über
90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit hatte zu der Veranstaltung aufgerufen. Aus ganz Deutschland waren die Teilnehmer angereist und auch viele Teilnehmer aus ganz Bayern sind gemeinsam mit dem Bund Naturschutz nach Berlin gefahren.

Der Protest richtete sich gegen Gentechnik, nicht artgerechte Tierhaltung in Megaställen und gegen Lebensmittelskandale, gefordert wurden eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft. Auch der BN setzt sich schon seit langem ein für einen ökologischen Landbau, für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und hatte deshalb zur Teilnahme an der Demo aufgerufen.

Unter den Rednern auf der anschließenden Kundgebung fanden sich die Nigerianerin Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, Sarah Wiener, Köchin, Gastronomin und Buchautorin, Moritz Schäfer, Bauer und Mitglied der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL), Thomas Schäfer, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender von BUND und Bund Naturschutz und andere.

Agrarbündnis Bayern gegründet

Die Debatte um die Reform der EU Agrarpolitik ist in vollem Gang. EU Parlament und Kommission sind dabei, Ihre Forderungen und Vorschläge zu konkretisieren. Für die bayerische Landwirtschaft und Kulturlandschaft sind es wichtige Entscheidungen, denn die bayerische Agrarstruktur mit 113.000 Betrieben ist noch weitgehend kleinstrukturiert. Von den neuen Kriterien zur „Begrünung“ der Agrarpolitik, die EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos vorgeschlagen hat, könnten Bayerns Bäuerinnen und Bauern, Natur und Kulturlandschaft und damit auch Bayerns Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren.

Deshalb hat sich jetzt, ausgehend von der letztjährigen Debatte in der bayerischen  Zukunftskommission Landwirtschaft, ein Agrarbündnis Bayern zusammengefunden, in dem bislang elf Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Imkerei und Entwicklungszusammenarbeit mitarbeiten.

Ihr Ziel: die künftige Landwirtschaft soll nicht auf die Lieferung von billigen Rohstoffen für die agrarindustrielle Nahrungsmittel- und Energieerzeugung reduziert werden, sondern weiterhin flächendeckend betrieben werden und ökologisch intakte Kulturlandschaften schützen, Arbeitsplätze schaffen und Tierschutzanliegen ebenso ernst nehmen  wie die globalen Entwicklungsfragen, fairen Handel und den Klimaschutz.

Agrarbündnisse in den Landkreisen

Landkreisbündnisse

Grünlandgipfel des BN - Handeln für blühende Wiesen und Qualitätsmilcherzeugung

Artenreiche Wiesen und Weiden sind durch intensive Nutzung und Umbruch heute stark bedroht und immer seltener zu finden. Kühe stehen immer öfter im Stall, statt auf der Weide. Milchbauern geben Ihre Haltung auf, die Milch wird nicht mehr mit Gras und Klee erzeugt, sondern mit Mais und gentechnisch verändertem Soja.

Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, veranstaltete der BN in den Jahren 2009 in Kempten und 2010 in Traunstein zwei Grünlandgipfel. Mit Fachleuten und mit Politikern der Landtagsfraktion wurde dabei erörtert und diskutiert, welche politischen Maßnahmen, Strategien und Programme benötigt werden, um den Landwirten eine umweltgerechte Wiesenbewirtschaftung zu ermöglichen

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Weltagrarbericht

Auf der Erde hungern über eine Milliarde Menschen. Gleichzeitig leiden ebenso viele Menschen auf der Welt an krank machender Fettleibigkeit.
2,3 Milliarden Tonnen Getreide wurden 2008 weltweit geerntet, das ist mehr als je zuvor - auch pro Kopf  der Weltbevölkerung gerechnet. Doch nur 47 % dieser Ernte dienten der menschlichen Ernährung. Der Rest war Tierfutter, Sprit, industrieller Rohstoff, Abfall.

Unser globales Ernährungs-System ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel,  für das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit und für vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit.

500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fassten im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank den Stand des globalen Wissens über die Landwirtschaft, ihre Geschichte und ihre Zukunft zusammen. Die Ergebnisse sind unbequem und alarmierend, sie warnen vor Irrwegen und sie zeigen Lösungen auf.

weltagrarbericht.de präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des Weltagrarberichtes. Hier finden Sie alle Original-Berichte, Hintergründe und Detailinformationen. Die Seite will zum Nachdenken und zur Diskussion anregen, vor allem aber zum Handeln.

Der Kritischer Agrarbericht 2011:

im Januar 2011 ist der neue kritische Agrarbericht herausgekommen. Aktuelle Beiträge zu den Themen Agrarpoltik und soziale Lage, Welthandel und Ernährung, Ökologischer Landbau, Produktion und Markt, Regionalentwicklung, Natur und Umwelt, Wald, Tierschutz und Tierhaltung, Agrarkultur, Verbraucher und Ernährungskultur machen den Kritischen Agrarbericht nicht nur für Fachleute aus dem Agrar- und Waldbereich interessant.

Neben der vertieften Behandlung der Vielfaltsthematik in jedem der elf Kapitel finden sich auch in diesem Jahr zahlreiche neue Perspektiven auf agrar- und ernährungspolitische Problemstellungen unserer Zeit.

Hier können Sie den Kritischen direkt bestellen und sich informieren >

Die Agrarwende muss weitergehen!

BN fordert gentechnikfreien Anbau, mehr Tierschutz
und Umbau umwelt- und sozialunverträglicher Agrarsubventionen
 

Der Bund Naturschutz setzt sich für eine Agrarpolitik ein, die die Existenz möglichst vieler bäuerlicher Betriebe in Bayern sichert. Leitbild für die Landwirtschaft der Zukunft muss der ökologisch wirtschaftende bäuerliche Betrieb sein. "Die Sicherung des gentechnikfreien Anbaus, verbesserte Tierhaltungsbedingungen, Transparenz und verbesserte Qualität bei den Futtermitteln und die Umschichtung der Agrarsubventionen zu Gunsten bäuerlicher, umweltverträglich wirtschaftender Betriebe müssen auch gegen Widerstände aus dem Agrobusiness in der Politik umgesetzt werden", so Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN und Agrarsprecher des BUND. "Nur wenn der Konflikt mit den Profiteuren des bisherigen Systems nicht gescheut wird, können wir wirklich von einer ehrlichen Agrarwende sprechen", so Weiger weiter.

Kernforderungen des Bundes Naturschutz

Ökolandbau

Ein 20 %-Anteil der Betriebe und der Fläche muss mittels einer umfassenden Förderung und Imagekampagne für den Ökolandbau möglichst bald erreicht werden.

 

Finanzielle Vorausschau der EU 2007 - 2013

Mit großer Sorge beobachten der BN und andere Umweltverbände und alternative Bauernverbände die Vorschläge der Bundesregierung zur Kürzung der Finanzmittel für Agrarumweltmaßnahmen (2. Säule) im Rahmen der Nettozahlerdebatte auf  EU-Ebene. Es droht die Gefahr massiver Kürzungen, u.a. beim bayerischen Kulturlandschaftsprogramm, aus dem z.B. die Umstellung auf ökologischen Landbau finanziert wird, bei der Ausgleichszulage, aber auch bei Vertragsnaturschutz und Landschaftspflege, Programmen die nach Ansicht des BN schon bisher zu gering ausgestattet sind. Auch die von der EU geforderten Mittel für die Umsetzung von Natura 2000 wären gefährdet.
Von jedem Euro, der derzeit von Deutschland nach Brüssel überwiesen wird, kommen bei Säule 1 lediglich 55 Cent, bei Säule 2 dagegen 73 Cent an Deutschland zurück. Wenn bei Säule 1 gespart wird statt bei Säule 2, profitiert folglich die Umwelt wie der Steuerzahler. Der BN fordert deshalb eine Kofinanzierung von Säule 1 durch die EU-Mitgliedstaaten in Höhe von 25 % sowie Auszahlungsobergrenzen. So würden die Mittel bei Säule 2 nicht gefährdet sondern könnten sogar noch aufgestockt werden. Hierzu mehr> (pdf)

Gemeinsame Stellungnahme der Verbände zum Health Check 2008 der EU-Agrarpolitik (PDF 77 KB)

In einem Positionspapier "Die finanzielle Vorschau der EU 2007 - 2013" (pdf) finden Sie weitere ausführliche Informationen.

"Schützt Brüssel unsere Natur im Ländlichen Raum?", Vortrag von Herrn Lutz Ribbe, Umweltstiftung Euronatur,  gehalten am 22.03.2007 bei der BN-Kreisgruppe Rosenheim.

 

Agro-Gentechnik

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Tierschutz / Nutztierhaltung

  • Novelle des Baugesetzbuchs: Abschaffung des Privilegs für gewerblich betriebene Tierhaltungsanlagen beim Bauen im Außenbereich
  • Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Schweine-, Puten- und Mastgeflügelhaltung (Hähnchen/Enten) analog zur Hennenhaltungsverordnung
  • Verbot aller in der Tiermast zur Leistungsförderung eingesetzten Antibiotika ab 2003
  • Positivliste für Futtermittel und offene Futtermitteldeklaration

BN-informiert Zukunft für Bayerns Landwirtschaft

Kurzfassung "Zukunft für Bayerns Landwirtschaft"

Unsere Landwirte brauchen eine sichere Perspektive für die Zukunft. Der Bund Naturschutz will, dass alle Bauernhöfe in Bayern erhalten bleiben können. Unser Ziel ist eine flächendeckende, nachhaltige Landnutzung. Das Leitbild ist der ökologisch wirtschaftende bäuerliche Betrieb.

Kurzfassung der BN-Position
BN informiert "Zukunft für Bayerns Landwirtschaft"
(pfd 170kB)

 

 

 

BN-Position Zukunft für die Landwirtschaft

Ausführliche agrarpolitische Position des BN "Zukunft für die Landwirtschaft - Agrarpolitische Forderungen des Bundes Naturschutz"

Die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik auf die Agrarstruktur in Bayern mit immer weniger Bauernhöfen, immer stärkerer Abhängigkeit von Subventionen, immer größeren Betrieben und Konzentrationstendenzen in der Viehaltung werden hier aufgezeigt.
Neben einer Bestandsaufnahme der Umweltprobleme der Landwirtschaft in Bayern finden Sie die agrarpolitischen Forderungen auf bayerischer, Bundes- und EU-Ebene.
Wege zu einer zukunftsfähigen, umweltverträglichen Landwirtschaft gibt es. Sie werden hier aufgezeigt und ein Aktionsprogramm - europaweit und auf nationaler und bayerischer Ebene - wird diskutiert.

Langfassung der
BN Position "Zukunft für die Landwirtschaft"
(pdf 470 kB)

Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken

Der BN setzt sich für regionale Wirtschaftskreisläufe ein, damit Bayern zukunftsfähig wird. Nach Auffassung der Bundestagskommission "Schutz der Erdatmosphäre" werden bereits 95 % der Handelswaren rund um den Erdball transportiert, lediglich 5 % weisen eine regionale Herkunft auf. Diese Wirtschafts- und Lebensweise der Industriestaaten ist nicht zukunftsfähig. Denn der weltweite Billigtransport von Dienstleistungen und Kapital verursacht eine beispiellose Energie- und Ressourcenverschwendung.

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