Schon der Vater von Franz Goßner hat die Wiese im Donautal umsichtig genutzt. Die Bewirtschaftungstradition und die Düngung mit Festmist trägt zur weit überdurchschnittlichen Artenausstattung und zum Strukturreichtum bei. Kennzeichnend und bemerkenswert für den Auenstandort (kleines Bild oben mit Kopfweide) ist das Nebeneinander von Feuchtwiesenarten wie Wiesen-Knöterich, Schaumkraut und Mädesüß in den Seigen neben typischen Trockenheitszeigern, z.B. Margerite, Flockenblume und Wiesen-Salbei (Bild rechts) auf Kuppen. Bei der Aufnahme konnten mehr als 35 Leguminosen und Kräuter erfasst werden. Die Befahrbarkeit der Fläche ist stark wetterabhängig, was die Bewirtschaftung erschwert.
Der Standort ist jedoch durchaus umbruchfähig, und so ist die Goßner-Wiese eine der letzten ihrer Art. Dass sie bleiben durfte und dies ohne Inanspruchnahme von Fördergeldern war uns den 1. Preis wert.